
Der FBI-Direktor Kash Patel gab am Donnerstag auf der Social-Media-Plattform X bekannt, dass das FBI John Daghita auf der Karibikinsel St. Martin festgenommen hat. Daghita ist der Sohn von Dean Daghita, Präsident der Command, Support and Service Company (CMDSS). Er wird verdächtigt, illegal auf Kryptowallets zugegriffen zu haben, die vom Federal Asset Protection Program der US-Polizei verwaltet werden, mit einem Schadensbetrag von über 46 Millionen US-Dollar.

(Quelle: Kash Patel X)
Der Beitrag von FBI-Direktor Kash Patel auf X enthüllt einen Teil der Ergebnisse der Operation. Die bei der Durchsuchung sichergestellten Gegenstände zeigen, dass die Ermittler aktiv nach digitalen Spuren im Zusammenhang mit den gestohlenen Vermögenswerten suchen. Patel gab jedoch nicht bekannt, ob bereits gestohlene Kryptowährungen zurückgeholt wurden, was bedeutet, dass der endgültige Verbleib der 46 Millionen US-Dollar noch ungeklärt ist.
Die öffentliche Verfolgung begann im Januar dieses Jahres, als der Blockchain-Detektiv ZachXBT eine Wallet entdeckte, die mit Daghita in Verbindung steht und etwa 23 Millionen US-Dollar an digitalen Vermögenswerten enthält. Diese stammen vermutlich aus den im Jahr 2024 bis 2025 vom US-Justizministerium beschlagnahmten Kryptowährungen im Wert von über 90 Millionen US-Dollar. John Daghitas Vater, Dean Daghita, ist verantwortlich für CMDSS, das im Jahr 2024 einen Vertrag mit der US-Polizei erhielt, um diese beschlagnahmten Krypto-Vermögenswerte zu verwahren. Dies bildet eine typische interne Diebstahlstruktur innerhalb der Regulierung.
Nach der Enthüllung durch ZachXBT hat die US-Polizei die Ermittlungen bestätigt. Bis Donnerstag hat Patrick Wieth keine öffentlichen Kommentare zu der Festnahme abgegeben.
Die Festnahme durch das FBI ist eines der neuesten Beispiele für die Rückführung gestohlener Vermögenswerte durch Strafverfolgungsbehörden weltweit. Im Februar 2026 verhaftete die südkoreanische Polizei zwei Personen im Zusammenhang mit einem Diebstahl von 22 Bitcoin (BTC). Diese Kryptowährungen wurden nach einem Hackerangriff auf eine südkoreanische Börse im Jahr 2021 beschlagnahmt und in einer Drittanbieter-Kaltwallet gespeichert, bevor sie gestohlen wurden.
Nach dem Vorfall erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister Koo Yun-cheol, dass die Regierung und die zuständigen Behörden die „aktuellen Praktiken und die Verwaltung digitaler Vermögenswerte in Regierung und öffentlichen Institutionen umfassend überprüfen“ werden. Dies zeigt, dass die Sicherheitsprobleme bei der Verwahrung von Krypto-Vermögenswerten auf politischer Ebene angekommen sind.
Der Blockchain-Detektiv ZachXBT verfolgte im Januar 2025 eine Wallet, die mit Daghita in Verbindung steht, öffentlich auf der Blockchain. Dabei entdeckte er etwa 23 Millionen US-Dollar an Kryptowerten, die mit den vom US-Justizministerium beschlagnahmten Vermögenswerten übereinstimmen, und veröffentlichte die Untersuchungsergebnisse. Anschließend bestätigte das US-Justizministerium die Ermittlungen, das FBI begann die offizielle Verfolgung, und die grenzüberschreitende Festnahme wurde auf St. Martin vollzogen.
CMDSS ist ein Treuhanddienstleister, dessen Leiter Dean Daghita im Jahr 2024 den Vertrag mit der US-Polizei erhielt. Der Fall deckt Schwachstellen bei der Überprüfung und Überwachung der Outsourcing-Prozesse für die Verwahrung digitaler Vermögenswerte durch die Regierung auf. Dies hat zu breiter Kritik an der Sicherheit der Drittanbieter-verwalteten Krypto-Vermögenswerte und an Konfliktmanagementmechanismen geführt.
Bis zur Bekanntgabe der Festnahme durch Kash Patel hat die FBI-Behörde keine Informationen über die Rückführung von Vermögenswerten veröffentlicht. Die bei der Durchsuchung sichergestellten Hardware-Wardware, USB-Sticks und Geräte deuten darauf hin, dass die Ermittler aktiv nach digitalen Spuren suchen. Die endgültige Rückführung hängt jedoch vom weiteren Verlauf der rechtlichen Verfahren und der Verfolgung der Blockchain-Assets ab.