Pi Network Nachrichten berichten heute, dass sie mit dem Test eines neuen Konzepts begonnen haben, das künstliche Intelligenz mit ihrer Blockchain-Infrastruktur verbindet. Das Experiment findet statt, während das Projekt eine große Protokoll-Upgrade auf seinen Mainnet-Knoten durchführt. Der Upgrade-Prozess läuft derzeit durch mehrere Versionen. Knotenbetreiber müssen ihre Software schrittweise aktualisieren.
Das Pi Core Team sagt, dass alle Knoten bis zum 12. März auf Version 20.2 aktualisiert sein müssen. Dieses Upgrade ist Teil einer größeren Roadmap, die das Netzwerk schließlich von Version 19 auf Version 23 bringen soll. Während die technischen Upgrades fortgesetzt werden, erkunden die Pi-Entwickler auch eine neue Richtung. Das Netzwerk testet nun, ob sein globales Knotensystem verteilte KI-Computing-Aufgaben unterstützen kann.
Pi Network bestätigte, dass die Protokoll-Upgrades in der Reihenfolge erfolgen müssen. Knotenbetreiber dürfen keine Versionen überspringen. Stattdessen müssen sie ihre Systeme in folgender Reihenfolge aktualisieren: 19.1, 19.6, 19.9, 20.2, 21.1, 22.1 und schließlich 23.0. Derzeit liegt der Fokus auf Version 20.2. Alle Mainnet-Knoten müssen dieses Upgrade vor dem 12. März abschließen.
Knoten, die das Update nicht durchführen, könnten die Verbindung zum Netzwerk verlieren. Dieser schrittweise Upgrade gewährleistet Stabilität und bereitet das Netzwerk auf kommende technische Änderungen vor, die vom Entwicklungsteam geplant sind. Gleichzeitig testet Pi Network still eine weitere Idee, die die Rolle seiner Knoten-Infrastruktur erweitern könnte.
Während der Upgrade-Phase werden die Pi-Knoten auch auf KI-bezogene Arbeitslasten getestet. Eine Fallstudie, die in Zusammenarbeit mit OpenMind durchgeführt wurde, untersuchte, wie Knotencomputer grundlegende KI-Aufgaben bewältigen können. Bei dem Test führten Knotenbetreiber Software auf ihren Computern aus, um Objekterkennungsaufgaben zu verarbeiten. Das System analysierte KI-generierte Bilder und lieferte Ergebnisse innerhalb von Sekunden.
Dieses Experiment zeigt, dass Pi-Knoten möglicherweise mehr können als nur Blockchain-Transaktionen validieren. Stattdessen könnten sie potenziell Rechenleistung für KI-Systeme bereitstellen. Die Idee basiert auf einem einfachen Konzept: Viele Computer weltweit laufen als Pi-Knoten. Doch ihre Rechenleistung bleibt oft ungenutzt. Durch die Nutzung dieser ungenutzten CPU-Kapazität könnte das Netzwerk ein großes verteiltes Rechensystem schaffen.
Einige Community-Mitglieder glauben, dass dieses Modell die zukünftige Rolle von Pi Network neu gestalten könnte. Wenn es erfolgreich skaliert wird, könnten Knotenbetreiber schließlich KI-Rechenleistung bereitstellen und im Gegenzug Pi-Token erhalten. Einfach ausgedrückt: Nutzer könnten ihre Computer laufen lassen, Rechenleistung beitragen und Belohnungen verdienen.
Der Gründer von Pi, Chengdiao Fan, erklärte kürzlich auch, warum das Projekt die Integration von KI erforscht. Laut Fan transformiert KI bereits globale Wirtschaftssysteme. Während Automatisierung bestimmte Arten menschlicher Arbeit ersetzt, könnten neue Systeme erforderlich sein, um wirtschaftlichen Wert gerechter zu verteilen. Blockchain, so Fan, könnte dabei helfen, diesen Wandel zu bewältigen. Durch die Kombination verifizierter digitaler Identitäten mit dezentralen Netzwerken könnten Blockchain-Systeme eine inklusivere wirtschaftliche Teilhabe ermöglichen.
Pi Network glaubt, dass seine Infrastruktur eine Rolle in diesem Übergang spielen könnte. Das Team gibt bereits an, mehr als 350.000 Knoten und Millionen von KYC-verifizierten Nutzern weltweit zu haben. Während die Vision viele Unterstützer begeistert, bleiben Herausforderungen bestehen. Einige Nutzer berichten weiterhin von Verzögerungen im KYC-Verifizierungsprozess des Netzwerks. Diese operativen Hürden verdeutlichen die Kluft zwischen langfristigen Zielen und aktuellem technischem Fortschritt.
Dennoch deuten die laufenden Experimente darauf hin, dass Pi Network über traditionelle Krypto-Anwendungsfälle hinausdenkt. Wenn die KI-Computing-Tests erfolgreich sind, könnte das Projekt einen Schritt näher kommen, eine dezentrale KI-Infrastruktur zu schaffen, die von alltäglichen Nutzern betrieben wird.