Oscar-Preisträger Regisseur Daniel Roher hat den neuesten Dokumentarfilm „The AI Doc“ über 40 führende Persönlichkeiten im Bereich KI, darunter Sam Altman und Dario Amodei, interviewt, um zu erforschen, ob die Menschheit auf den KI-Untergang zusteuert.
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(Hintergrund: Das goldene Zeitalter der KI wird zum wirtschaftlichen Unheil? Citrini Research warnt vor der „globalen Intelligenzkrise“ im Jahr 2028)
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Der neue Dokumentarfilm „The AI Doc: Or How I Became an Apocaloptimist“ (vorläufiger Titel: KI-Dokumentarfilm: Wie ich zum Endzeit-Optimisten wurde), gemeinsam gedreht von Oscar-Preisträger Daniel Roher und Charlie Tyrell.
Er wird am 27. März in den US-Kinos veröffentlicht, vertrieben von Focus Features, einer Tochtergesellschaft von Universal. Der Film hatte im Januar seine Weltpremiere beim Yubai Film Festival und erhält eine IMDB-Bewertung von 8,2.
Das Highlight dieses Dokumentarfilms ist die umfangreiche Interviewbesetzung. Das Produktionsteam interviewte über 40 Schlüsselpersonen im KI-Bereich und erstellte daraus 3.300 Seiten Transkripte. Zu den Interviewten gehören:
Dabei stehen die Zukunftsaussichten von KI im starken Gegensatz: Sam Altman ist ein überzeugter Befürworter der KI-Entwicklung, während Tristan Harris seit langem vor den gesellschaftlichen Risiken warnt.
Das Produktionsteam ist ebenfalls hochkarätig besetzt, darunter die Regisseurin und Co-Produzentin von „Everything Everywhere All at Once“, Kwan Gia-yong, sowie Produzent Jonathan Wang, Shane Boris und Diane Becker.
Roher führt die Zuschauer aus der Perspektive eines „werdenden Vaters“ durch den Film, der sich fragt: Wird die Welt, die dieses Kind erben wird, durch KI besser oder schlechter?
Roher prägte den Begriff „apocaloptimist“ (Endzeit-Optimist), um eine Haltung zu beschreiben, die die potenziell zerstörerischen Folgen von KI anerkennt, aber dennoch das Positive betont. Der Film sucht einen Mittelweg zwischen den Extremen: keinen naiven Optimismus, aber auch keinen lähmenden Pessimismus.
Kritiker sind gespalten. Während positive Stimmen die meisterhafte Schnitttechnik, den einzigartigen handgezeichneten Animationsstil und Rohrs persönliche Perspektive loben, bemängeln andere, dass der Film im Namen der „fairen Darstellung“ an echter Haltung und tiefgehender Fragestellung fehle, die Aussagen der Interviewten unkritisch übernommen würden und die Schlussfolgerung dadurch schwach und unklar bleibe.