In letzter Zeit erlebte der koreanische Aktienmarkt eine historische Verkaufswelle gefolgt von einer anschließenden Erholung, was mehrfach zu Handelsaussetzungen führte. Während dieser Volatilität strömten große Mengen koreanischer Privatanleger in gehebelte Index-ETFs, insbesondere in den in den USA gelisteten „KORU“, das Dreifach-Long-Produkt auf den koreanischen Markt. Daten zeigen, dass koreanische Privatanleger früher weltweit die Hauptakteure im Kryptowährungsmarkt waren, doch der Kryptomarkt befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase, und die aktuellen Kursbewegungen der Kryptowährungen erfüllen die Erwartungen der risikofreudigen lokalen Privatanleger kaum mehr. Gleichzeitig bietet die starke Erholung der Halbleiterindustrie in Korea und die heftigen Schwankungen am Aktienmarkt eine hochvolatilitätsreiche Umgebung, die die Privatanleger suchen.
Koreanischer Aktienmarkt schwankt stark, Kapital fließt in gehebelte ETFs
Letzte Woche verzeichnete der koreanische Aktienmarkt zwei Tage mit einem Rückgang von 18 %, gefolgt von einem Tagesanstieg, der den größten seit fast 20 Jahren darstellte. Während dieser heftigen Schwankungen strömten große Mengen Privatanlegerkapital in den in den USA gehandelten Dreifach-Long-ETF auf koreanische Aktien. Laut Bloomberg-Daten stiegen bis zum 6. März die Kapitalzuflüsse in ETFs, die koreanische Aktien verfolgen, auf 21,5 Milliarden US-Dollar, wobei gehebelte Produkte einen Anteil von bis zu 20 % ausmachen. Betrachtet man speziell den ETF KORU (Direxion MSCI Daily 3x Long Korea ETF), so beliefen sich die Zuflüsse in nur einer Woche auf 520 Millionen US-Dollar, und an einem Tag wurden sogar 190 Millionen US-Dollar erreicht. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Investoren versuchen, durch die Nutzung hoher Volatilität Überrenditen zu erzielen, wobei der Fokus auf den Erholungsimpulsen von Schwergewichten wie Samsung und SK Hynix liegt.
Koreanische Privatanleger wechseln vom Krypto- zum Aktienhandel
Früher waren koreanische Privatanleger weltweit die Hauptakteure im Kryptowährungsmarkt, doch der Kryptomarkt befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase, mit fehlender neuer Narrativ-Entwicklung und deutlich eingedämmter Volatilität. Die Kursbewegungen der Kryptowährungen erfüllen die Erwartungen der risikofreudigen lokalen Privatanleger kaum noch. Gleichzeitig bietet die starke Erholung der koreanischen Halbleiterindustrie und die heftigen Schwankungen am Aktienmarkt eine hochvolatilitätsreiche Umgebung, die die Privatanleger suchen.
Betrachtet man die Performance des letzten Jahres, so stieg der KOSPI-Index in Südkorea um 111 %, während der Dreifach-Long-ETF KORU um beeindruckende 726 % zulegte, während Bitcoin im gleichen Zeitraum fast 20 % fiel.
(Koreanischer Aktienmarkt explodiert, Kryptomarkt gerät außer Kontrolle? Privatanlegerkapital vollzieht die größte „Gegenmigration“ seit zehn Jahren)
Regulatorische Maßnahmen und gesamtwirtschaftliche Auswirkungen
Viele koreanische Privatanleger transferieren Kapital ins Ausland, um in US-börsengehandelte ETFs zu investieren, was nicht nur den Druck auf den koreanischen Won-Abwertungsdruck erhöht, sondern durch die nachfolgenden Hebelpositionen auch die Volatilität des koreanischen Aktienmarktes nach oben verstärken könnte. Um potenzielle Finanzrisiken zu minimieren, hat die koreanische Aufsichtsbehörde bereits Maßnahmen ergriffen. Der Handel mit gehebelten Produkten einzelner Aktien ist im Inland strikt verboten, und die Hebelbegrenzung für Indexfonds wurde auf das Zweifache festgesetzt. Zudem werden Broker verpflichtet, die Risiken im Ausland sowie Wechselkursrisiken durch verstärkte Warnungen zu adressieren, und es wird eine verpflichtende Online-Schulung für Bürger eingeführt, die in ausländische gehebelte ETFs investieren möchten.
Dieser Artikel „Koreanischer Aktienmarkt mehrfach ausgesetzt, Privatanleger strömen in gehebelte ETFs – Ist Aktienhandel lukrativer als Krypto?“ erschien zuerst bei Chain News ABMedia.