Am 12. März gab das börsennotierte japanische Unternehmen Metaplanet bekannt, dass es zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften gegründet hat, darunter die Risikokapitalgesellschaft Metaplanet Ventures und die in Miami, USA, ansässige Metaplanet Asset Management. Damit zeigt das Unternehmen, das für seine umfangreichen Bitcoin-Bestände bekannt ist, seine weitere Expansion im Bereich der digitalen Vermögenswerte. Der CEO Simon Gerovich bestätigte auf sozialen Plattformen, dass der Plan vom Vorstand genehmigt wurde.
Laut Bekanntmachung wird sich Metaplanet Ventures auf Investitionen in japanische Unternehmen im Bereich der Bitcoin-Finanzinfrastruktur konzentrieren, wobei Start-ups in der Seed- bis Wachstumsphase im Fokus stehen. Die Investitionen umfassen digitale Vermögenswerte, Kreditvergabe, Zahlungssysteme, Verwahrdienste, Stablecoin-Technologien, Derivate und Compliance-Lösungen. Zudem werden Inkubatoren und Förderprogramme eingerichtet, um Open-Source-Entwickler, Forscher und Bildungseinrichtungen bei der Entwicklung des Bitcoin-Technologie-Ökosystems zu unterstützen.
Der Risikokapitalfonds hat ein Volumen von etwa 25 Millionen US-Dollar und plant, innerhalb von zwei bis drei Jahren schrittweise zu investieren. Die Mittel stammen hauptsächlich aus den Erträgen des bestehenden Bitcoin-Geschäfts von Metaplanet, nicht aus dem Verkauf der gehaltenen Bitcoin-Assets.
Die erste Investition des Fonds wurde bereits getätigt. Metaplanet Ventures investiert rund 400 Millionen Yen (etwa 2,5 Millionen US-Dollar) in den japanischen Stablecoin-Emittenten JPYC Inc., im Rahmen der Series-B-Finanzierung. JPYC wurde 2025 eingeführt und seine Stablecoins sind durch Bankeinlagen und Staatsanleihen 1:1 an den Yen gekoppelt. Sie laufen auf Blockchain-Netzwerken wie Ethereum, Avalanche und Polygon. Kürzlich hat JPYC in Zusammenarbeit mit Sony Bank die Anwendung des Stablecoins auf die japanische Musik- und Unterhaltungsbranche ausgeweitet.
Neben dem Risikokapitalgeschäft hat Metaplanet in Miami, USA, die Metaplanet Asset Management gegründet. Diese Organisation positioniert sich als Plattform für digitale Kredite und Bitcoin-Kapitalmärkte, mit dem Ziel, asiatische und westliche Kapitalmärkte zu verbinden. Es werden Dienstleistungen wie Bitcoin-Investmentprodukte, Kapitalmarktkonsultationen und Infrastruktur für die Regulierung digitaler Vermögenswerte angeboten. Das Unternehmen plant zudem, künftig Produkte mit festen Erträgen, aktiven Aktienstrategien und Volatilitätsstrategien einzuführen.
Derzeit hält Metaplanet etwa 35.102 Bitcoin im Wert von rund 2,45 Milliarden US-Dollar, was es zu einem der größten Unternehmensbestände weltweit macht. Das Unternehmen hat auch langfristige, ambitionierte Ziele: Bis Ende 2027 soll die Bitcoin-Bestandsgröße auf 210.000 Bitcoin erhöht werden.
In finanzieller Hinsicht schätzte das Unternehmen zuvor, dass es im Jahr 2025 einen Nettoverlust von etwa 95 Milliarden Yen erleiden werde, hauptsächlich aufgrund der nicht realisierten Wertschwankungen seiner Bitcoin-Assets. Simon Gerovich erklärte dazu, dass der operative Gewinn des Kerngeschäfts im Jahresvergleich um 1695 % gestiegen sei und betonte, dass sich der Aktienkurs des Unternehmens trotz Marktkorrekturen im Wesentlichen parallel zur Bitcoin-Preisentwicklung bewege.