Hongkongs Stablecoin-Regulierung tritt in die Umsetzungsphase ein: HSBC und Standard Chartered könnten zuerst Stablecoin-Ausstellungslizenzen erhalten

Am 13. März berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Quellen, dass die Bankriesen HSBC und Standard Chartered voraussichtlich zu den ersten Instituten gehören werden, die eine Lizenz zur Ausgabe von Hongkongs Stablecoins erhalten. Bei Genehmigung könnten beide Banken innerhalb des von der Hongkonger Finanzaufsichtsbehörde (HKMA) etablierten Regulierungsrahmens Stablecoins ausgeben, was bedeutet, dass das regulatorische System für Hongkongs Stablecoins bald in die praktische Betriebsphase eintreten wird.

Zuvor hatte Hongkong durch das „Stablecoin Ordinance“ ein formelles Lizenzsystem für die Ausgabe von fiat-gekoppelten Stablecoins geschaffen. Dieses Gesetz tritt 2025 in Kraft und schreibt vor, dass jede Organisation, die Stablecoins im Zusammenhang mit der gesetzlichen Währung ausgibt, eine Genehmigung der Aufsichtsbehörde erhalten und strenge Anforderungen an Reserven, Offenlegung von Informationen und Risikomanagement erfüllen muss. Dieser Schritt gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen Hongkongs zur Förderung der Regulierung digitaler Vermögenswerte und ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie, eine globale Digital-Asset-Zentrum zu werden.

Laut informierten Quellen hat die hongkonger Aufsichtsbehörde in der Vergangenheit bereits Dutzende von Anträgen auf Stablecoin-Lizenzen geprüft, doch wird in der ersten Runde voraussichtlich nur eine begrenzte Anzahl von Genehmigungen erteilt. Frühere Berichte erwähnten, dass bis zu 36 Unternehmen Interesse an einer Lizenz zur Stablecoin-Ausgabe bekundet haben.

Was die konkreten Pläne betrifft, so hat die Standard Chartered Bank öffentlich erklärt, dass sie plant, gemeinsam mit einem Joint Venture Stablecoins zu emittieren, die an den Hongkonger Dollar gekoppelt sind, hauptsächlich für grenzüberschreitende Zahlungen und digitale Finanzabwicklungsszenarien. Im Vergleich dazu würde eine Lizenz für HSBC eine größere Marktaufmerksamkeit auf sich ziehen, da die Bank bisher nicht an dem von der HKMA eingerichteten Stablecoin-„Sandbox“ teilgenommen hat. Dieser Sandbox dient vor allem dazu, die technischen Fähigkeiten und die Einhaltung der Vorschriften potenzieller Emittenten zu bewerten.

Stablecoins, als digitale Währungen, die an gesetzliche Währungen oder andere Vermögenswerte gekoppelt sind, spielen eine bedeutende Rolle im Markt für Kryptowährungen. In den letzten Jahren hat sich ihr Anwendungsbereich von Liquiditätsinstrumenten im Handel zunehmend auf grenzüberschreitende Zahlungen, Supply-Chain-Finance und internationale Abwicklung ausgeweitet.

Angesichts der zunehmenden Bemühungen mehrerer globaler Finanzzentren, die Regulierung digitaler Vermögenswerte voranzutreiben, versucht Hongkong, eine Balance zwischen Innovation und Finanzstabilität zu finden. Marktbeobachter sind der Ansicht, dass die Erteilung von Stablecoin-Lizenzen an HSBC und Standard Chartered die Beteiligung traditioneller Finanzinstitute am Blockchain-Zahlungssystem weiter fördern und die Entwicklung sowie Anwendung des Hongkonger Dollar-Stablecoins beschleunigen könnte.

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