Die Hongkonger Finanzverwaltung plant, bis Ende dieses Monats die ersten Stablecoin-Lizenzen zu vergeben. Anfangs werden nur „sehr wenige“ Emittenten zugelassen, wobei HSBC und die Standard Chartered Bank, die die Hongkong-Dollar-Emissionslizenz besitzen, die höchsten Chancen haben. Laut South China Morning Post wurden die beiden Institute als bevorzugte Kandidaten gelistet, mit einem potenziellen Lizenzvergabe-Termin am 24. März.
(Vorheriger Kontext: Hongkongs erste Stablecoin-Lizenz könnte bereits nächste Woche bekannt gegeben werden: Standard Chartered, HSBC und OSL könnten dabei sein)
(Hintergrund: Das Hongkonger „Stablecoin-Gesetz“ tritt am 1. August in Kraft. HKMA-Chef Yu Weiwen betont: Stablecoins sind keine Spekulationsinstrumente; drei Kernkriterien bilden die Schutzmauer für den Hongkong-Dollar)
Hongkong steht kurz davor, einen historischen Schritt in der Regulierung von Stablecoins zu gehen. Laut South China Morning Post bereitet die Hongkonger Finanzverwaltung (HKMA) die Vergabe der ersten Stablecoin-Emittenten-Lizenzen vor. HSBC und ein Joint Venture, das von der Standard Chartered Bank geführt wird, gelten als die wahrscheinlichsten ersten Lizenznehmer. Quellen zufolge ist der mögliche Termin für die Lizenzvergabe der 24. März, wobei der endgültige Zeitplan von der Anzahl der Lizenzen und der Bestätigung der Details abhängt.
Derzeit sind drei Geschäftsbanken von der HKMA autorisiert, Banknoten in Hongkong auszugeben: HSBC, Standard Chartered und die Bank of China. Die Priorisierung dieser beiden Institute bei den ersten Lizenzen liegt darin begründet, dass sie bereits die Erlaubnis zur Emission von Hongkonger Dollar besitzen und in Bezug auf Compliance und regulatorisches Vertrauen Vorteile haben. Es ist jedoch zu beachten, dass weder die HKMA noch Standard Chartered oder HSBC offiziell den Stand der Lizenzanträge oder Genehmigungen bestätigt haben.
HKMA-CEO Yu Weiwen äußerte im Februar dieses Jahres öffentlich, dass die erste Runde der Stablecoin-Lizenzen nur eine sehr begrenzte Anzahl von Emittenten umfassen werde. Diese Aussage entspricht den Erwartungen der Branche, dass die hongkonger Regulierungsbehörden vorsichtig starten – vor der Etablierung eines vollständigen Systems sollen zunächst etablierte traditionelle Finanzinstitute mit starker Unterstützung die Pilotphase übernehmen.
Hongkong wird im August 2025 das „Stablecoin-Gesetz“ vollständig umsetzen, das einen gesetzlichen Regulierungsrahmen schafft und unautorisierten Institutionen verbietet, an Retail-Investoren an den mit Fiatgeld verbundenen Stablecoins zu emittieren. Nach Inkrafttreten des Gesetzes reagierte die Branche positiv: Bis September 2025 wurden bereits 36 Lizenzanträge bei der HKMA eingereicht, darunter von HSBC, Standard Chartered und der Industrial and Commercial Bank of China.
Der Fortschritt bei der Lizenzvergabe ist ein entscheidender Schritt auf Hongkongs Weg, ein globales Zentrum für digitale Vermögenswerte zu werden. Trotz Berichten, dass der Widerstand aus Festlandchina die Entwicklung regionaler Stablecoins erschwert, zeigt die hongkonger Regulierungsbehörde Entschlossenheit, das System umzusetzen.
Sollten die ersten Lizenzen an HSBC und Standard Chartered vergeben werden, würde dies eine bedeutende regulatorische Benchmark für den Markt setzen und den Weg für weitere Antragsteller ebnen. Branchenexperten erwarten, dass nach der erfolgreichen Erteilung der ersten Lizenzen die Stablecoin-Ökonomie in Hongkong, insbesondere für den Hongkonger Dollar, rasch wachsen wird.