Gate News Nachrichten, 17. März: US-Präsident Trump hat erneut öffentlich die Federal Reserve aufgefordert, sofort die Zinsen zu senken, und vorgeschlagen, eine „Sondersitzung“ abzuhalten, um die Zinssätze rasch zu reduzieren. Dies hat die Märkte hinsichtlich der Geldpolitik stark bewegt.
Trump sagte in einem Medieninterview, die Fed sei bei Zinsentscheidungen „immer zu langsam“ und betonte, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Zinssenkung sei. Er unterstrich, dass sich das wirtschaftliche Umfeld geändert habe und schnell gehandelt werden müsse, um eine verpasste Gelegenheit zu vermeiden. Diese Äußerung setzt seine jüngste Linie fort, die Fed unter Druck zu setzen.
Derzeit liegt der Zielbereich für den US-Federal Funds Rate bei 3,50 % bis 3,75 %. Im Jahr 2025 hat die Fed drei Mal die Zinsen gesenkt, im Januar 2026 jedoch die expansive Geldpolitik pausiert und eine Beobachtungsphase eingeleitet. Gleichzeitig findet vom 17. bis 18. März die reguläre Sitzung des Offenmarktausschusses statt, wobei die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 100 % für eine Zinsstabilität in dieser Woche erwarten.
Makrodaten zeigen eine Divergenz bei Inflation und Beschäftigung. Die neuesten Daten für Februar weisen auf einen Anstieg des Verbraucherpreisindex (CPI) um 2,4 % im Jahresvergleich hin, was den Erwartungen entspricht. Allerdings gibt es Anzeichen für eine Abschwächung des Arbeitsmarktes: Die Zahl der Nichtlandarbeitsplätze sank im Monat um etwa 92.000, die Arbeitslosenquote stieg auf 4,4 %. Dies stellt die Entscheidungsträger vor die Herausforderung, Inflation zu bekämpfen und gleichzeitig die Wirtschaft zu stützen.
Gleichzeitig sorgen geopolitische Risiken weiterhin für Unruhe an den Märkten. Die angespannte Lage im Nahen Osten treibt die Energiepreise in die Höhe und erhöht die Unsicherheit bei der Inflation. Bei hohen Ölpreisen könnte eine zu frühe Zinssenkung den Preisdruck wieder anfachen, während eine hohe Zinsrate das Risiko eines wirtschaftlichen Abschwungs erhöht.
Nach der Sitzung wird Fed-Chef Jerome Powell eine Pressekonferenz abhalten, um die Zinsentscheidung und die aktuellen geldpolitischen Leitlinien bekannt zu geben. Die Märkte werden besonders auf die Änderungen im Dotplot und die Aussagen zur zukünftigen Zinsentwicklung achten.
Experten sind der Ansicht, dass die aktuelle geldpolitische Lage an einem entscheidenden Punkt steht. Obwohl Trumps anhaltender Druck die Entscheidung nicht direkt beeinflusst, könnten die kombinierten wirtschaftlichen Daten und geopolitischen Risiken die Haltung der Fed, insbesondere im Hinblick auf Kryptowährungen und andere Risikoinvestitionen, erheblich beeinflussen.