RedotPay plant einen Börsengang mit einer Bewertung von 4 Milliarden, doch das Fehlen eines CFO und interne Turbulenzen bei den Führungskräften werfen Fragen auf

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RedotPay plant IPO mit Bewertung von 4 Milliarden Dollar

Laut Bloomberg verhandelt das hongkongerische Stablecoin-Zahlungs-Startup RedotPay eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von bis zu 150 Millionen US-Dollar, mit dem Ziel, in den USA mit einer Bewertung von über 40 Milliarden US-Dollar an die Börse zu gehen. Das Unternehmen, das bereits mit einer Bewertung von über 1 Milliarde US-Dollar als Krypto-Einhorn gilt, treibt den Börsengang derzeit ohne CFO voran, wobei in den letzten zwölf Monaten mindestens fünf Top-Führungskräfte weniger als ein Jahr im Amt waren.

Schnelles Wachstum bei den Geschäftszahlen und Führungswechsel

Bloomberg hat in Zusammenarbeit mit Investoreninformationen und Interviews mit 11 Personen gezeigt, dass bei RedotPay ein deutlicher Unterschied zwischen Geschäftswachstum und organisatorischer Stabilität besteht:

Jährliches Bruttovolumen: Über 10 Milliarden US-Dollar bis Dezember letzten Jahres, mehr als 100 % jährliches Wachstum

Umsatz: 158 Millionen US-Dollar, Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr

Benutzerbasis: Über 6 Millionen Nutzer, in mehr als 100 Ländern weltweit

Führungskräftewechsel: Mindestens fünf Top-Manager waren in den letzten zwölf Monaten weniger als ein Jahr im Amt; der Compliance-Verantwortliche wurde innerhalb eines Jahres zweimal ausgetauscht, was sowohl das Wachstum als auch die Produktentwicklung beeinträchtigt

Fehlender CFO: Das Unternehmen wird derzeit von einem Finanzleiter und Leiter für Unternehmensentwicklung vertreten, die gemeinsam die Finanzen überwachen. Das Unternehmen gab an, dass „bei Bedarf später ein CFO ernannt werden könnte“.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Unternehmen von einigen Mitarbeitern als „ähnlich der 996-Kultur“ beschrieben wird, bei der Mitarbeiter mehrere Wochen lang bis 22 Uhr arbeiten mussten. Ein RedotPay-Sprecher erklärte, der CEO habe im alljährlichen Mitarbeitertreffen im Januar die Balance zwischen Arbeit und Privatleben betont und das Unternehmen sei dabei, Teams zu reorganisieren, um die Zusammenarbeit zu verbessern.

Kernprodukt und der Aufstieg zum Hongkonger Einhorn

RedotPay hat im Juni 2023 die erste Version seines Produkts vorgestellt, das eine App in Kombination mit einer Visa-Karte ist. Nutzer können in der App Stablecoins halten und diese für Offline- und Online-Einkäufe verwenden. Die Plattform bietet zudem Erträge auf Stablecoin-Holdings und grenzüberschreitende Überweisungen. Die Holdinggesellschaft ist Rabbit7 Holding (BVI) Ltd., eine in den British Virgin Islands ansässige Firma, deren Name auf die sieben Mitgründer zurückgeht, die das Unternehmen im Jahr 2023 (im Jahr des Hasen nach dem chinesischen Mondkalender) gegründet haben. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, das Ziel sei es, „schnell zu handeln, wie ein Hase“.

Der CEO Michael Gao nennt Revolut, den britischen Fintech-Giganten, als Vorbild, der mit einer Reise-Karte begann und schrittweise in Aktienhandel, Kryptowährungen, Versicherungen und Hypotheken expandierte.

Investoren und die Sensibilität chinesischer Hintergründe

Zu den bekannten Investoren von RedotPay gehören die Venture-Capital-Abteilungen von Coinbase und Circle sowie Lightspeed Venture Partners, das ein Vermögen von 40 Milliarden US-Dollar verwaltet. Pachara Lawjindakul, Partner bei Lightspeed, sagte: „Die Produktentwicklung ist wirklich schnell, das ist notwendig, um Durchbrüche zu erzielen.“

Bloomberg berichtete jedoch auch über einige sensible Themen. Einer der Mitgründer, Yuan Dawei, war Mitgründer und COO der Kryptowährungsbörse Huobi (heute HTX), die 2013 in Peking gegründet wurde. Der COO Troy Yao, ebenfalls ein ehemaliger Huobi-Mitarbeiter, leitete ein Softwareentwicklungsteam in Shenzhen. Nach Bedenken einiger US-Investoren hinsichtlich der chinesischen Herkunft des Unternehmens wurde das Team im Jahr 2025 nach Hongkong verlegt.

Zudem zeigen Investoreninformationen, dass Beijing High Tech Investment und Haohan Venture Capital, beide in Peking ansässig, in RedotPay investiert haben. Aufgrund der sensiblen chinesischen Politik gegenüber Kryptowährungen wurde deren Beteiligung bisher nicht öffentlich bekannt gemacht. Derzeit beschäftigt RedotPay 250 Mitarbeiter, hauptsächlich in Hongkong, und das Unternehmen gibt an, keine Dienste für Nutzer in Festlandchina anzubieten.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die wichtigsten Risiken für den IPO von RedotPay?
Laut Bloomberg bestehen die Hauptrisiken darin, dass die Führungsebene weiterhin instabil ist, da in den letzten zwölf Monaten mindestens fünf Top-Manager weniger als ein Jahr im Amt waren und das Unternehmen ohne CFO den Börsengang vorantreibt. Zudem besteht eine Verbindung zu China, da einige Gründer und Investoren Hintergründe in China haben. Angesichts verschärfter US-chinesischer Technologiekontrollen könnten diese Faktoren Investoren verunsichern.

Was ist das Kerngeschäftsmodell von RedotPay?
RedotPay ist ein Stablecoin-Zahlungsunternehmen, dessen Kernprodukt eine App in Kombination mit einer Visa-Karte ist. Nutzer können in der App Stablecoins halten und diese für alltägliche Einkäufe verwenden. Das Unternehmen bietet auch Erträge auf Stablecoin-Holdings und grenzüberschreitende Überweisungen an. Bis Dezember letzten Jahres lag das Bruttovolumen bei über 10 Milliarden US-Dollar, mit mehr als 6 Millionen Nutzern.

Wer sind die wichtigsten Investoren von RedotPay?
Zu den bekannten Investoren zählen die Venture-Capital-Abteilungen von Coinbase, Circle, Lightspeed Venture Partners, Goodwater Capital und Accel. Außerdem haben Beijing High Tech Investment und Haohan Venture Capital investiert, deren Beteiligungen bisher jedoch nicht öffentlich bekannt waren.

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