Gate News Nachrichten, 18. März: Der Vorsitzende der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC), Paul Atkins, erklärte auf einer Krypto-Branchenveranstaltung in Washington, dass die Regulierungsbehörden erwägen, eine „Safe Harbor“-Ausnahmeregelung einzuführen, um Kryptowährungsunternehmen und bestimmte Token-Emissionen flexiblere Compliance-Möglichkeiten zu bieten. Der Vorschlag umfasst mehrere Bereiche, darunter „Start-up-Ausnahme“, „Finanzierungs-Ausnahme“ und „Sicherer Hafen für Investitionsverträge“.
Paul Atkins betonte: „Die Start-up-Ausnahme“ würde es Krypto-Projekten ermöglichen, innerhalb eines bestimmten Zeitraums oder Finanzierungsvolumens eine regulatorische Pufferzone zu genießen, um technologische Entwicklung und Markttests zu fördern; „Finanzierungs-Ausnahme“ erlaubt es, entsprechende Investitionsverträge innerhalb von 12 Monaten mit einem bestimmten Finanzierungsvolumen zu sammeln, ohne eine traditionelle Wertpapierregistrierung durchzuführen; „Sicherer Hafen für Investitionsverträge“ wird klarstellen, unter welchen Bedingungen Vermögenswerte dem Wertpapierrecht unterliegen, um Unsicherheiten bei der Einhaltung zu verringern.
Er betonte, dass Vermögenswerte, bei denen die erforderlichen Asset-Management-Verpflichtungen eingestellt werden, nicht mehr unter die Wertpapierregulierung fallen, was den Emittenten und Investoren von Krypto-Assets klarere rechtliche Grenzen setzt. Gleichzeitig veröffentlichten die SEC und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gemeinsam eine Erläuterung, die die Unterscheidung zwischen wertpapierähnlichen und nicht-wertpapierähnlichen Krypto-Assets weiter präzisiert.
Paul Atkins sagte, die SEC werde in den kommenden Wochen einen Entwurf für die entsprechenden Ausnahmeregeln veröffentlichen und die Öffentlichkeit um Feedback bitten. Er wies jedoch auch darauf hin, dass eine umfassende Reform der Marktstruktur weiterhin auf Gesetzesebene im Kongress erfolgen müsse. Derzeit befindet sich ein Gesetzesentwurf, der die Aufsichtsbefugnisse der SEC klären soll, noch im Senat und hat noch keine substantielle Fortschritte gemacht.
Vor dem Hintergrund schrittweiser regulatorischer Anpassungen beobachten Marktteilnehmer die Entwicklungen in der US-Krypto-Politik genau. Analysten sind der Ansicht, dass die Umsetzung der Safe Harbor-Regelung eine klarere Compliance-Umgebung für Mainstream-Assets wie Bitcoin, Ethereum sowie für aufstrebende Projekte schaffen und gleichzeitig mehr institutionelle Gelder in den Krypto-Markt locken könnte.