Modische Zeitschrift „Vanity Fair“ veröffentlichte einen ausführlichen Bericht über die Kryptowährungsbranche. Oberflächlich betrachtet wird die Entwicklungsgeschichte vom Randphänomen zum Mainstream nachgezeichnet, doch im Kern verschiebt sich der Fokus auf eine tiefere Frage – warum glauben Menschen trotz des starken Auf- und Abstiegs weiterhin daran?
Der Bericht kritisiert den Wert von Kryptowährungen nicht direkt, sondern beschreibt aus einer fast anthropologischen Perspektive eine Gruppe von „Menschen, die noch im Spiel sind“, um ihre Überzeugungen, Widersprüche und Kämpfe zu verstehen.
Kryptomarkt durchlebt Bullen- und Bärenphasen: Gläubige bleiben im Spiel
Das bekannte Magazin „Vanity Fair“ veröffentlichte kürzlich eine tiefgehende Analyse der Kryptowährungsbranche. Der Artikel blickt auf die jüngsten turbulenten Entwicklungen im Kryptomarkt zurück und stellt fest, dass trotz des Verlusts von fast zwei Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung in der Bärenphase viele Privatanleger ausgestiegen sind, doch Führungspersönlichkeiten wie Cathie Wood von Ark Invest, Michael Novogratz von Galaxy Digital und frühe Gläubige halten weiterhin an ihrer langfristigen Überzeugung an digitalen Vermögenswerten fest.
Der Text nutzt viele Szenenbeschreibungen, um die Kernideen der Befragten mit ihrer äußeren Erscheinung zu verbinden. So betont die frühe Investorin Meltem Demirors einerseits, dass Kryptowährungen eine „religiöse Bewegung“ seien, und sagt: „Technologie ohne Glauben ist nichts.“ Andererseits beschreibt der Bericht sie in Szenen, in denen sie ein mit Wasserdiamanten besetztes Sportoutfit trägt, eine Diamantkreuzkette trägt und in einem Luxushotel in Cannes feiert. Durch diese objektiven Details wird deutlich, wie sich das Leben der frühen Gläubigen nach dem großen Reichtumsanstieg verändert hat und wie die ursprüngliche Ablehnung gegenüber traditionellen Systemen in Widerspruch zu ihrem Luxusleben steht.
„Die teuerste Religion“: Wenn Kryptowährungen zum Glaubenssystem werden
Der Artikel erwähnt, dass die ursprüngliche Absicht bei der Entstehung von Kryptowährungen darin bestand, staatliche Regulierung und die traditionelle Wall Street-Finanzmacht zu bekämpfen. Heute jedoch sind diese Pioniere, die sich selbst als „Rebellen aus dem Star-Wars-Universum“ sahen, die aktivsten Lobbygruppen in Washington.
Der Text stellt zwei Phänomene gegenüber: Einerseits kritisieren diese Personen die Regulierungsbehörden und sehen sich selbst als Opfer; andererseits spenden sie im Wahlkampf 2024 135 Millionen US-Dollar, um eine industriefreundliche Politik und Begnadigungen zu erreichen. Am Ende stellt ein Zitat eines Befragten eine direkte, seelenvolle Frage: „Wir haben gewonnen. Aber ist das Ergebnis nur, dass wir zu einer weiteren gewöhnlichen Asset-Klasse geworden sind?“
Frühe Investorin Meltem Demirors sagt offen, dass Kryptowährungen im Wesentlichen eine „religiöse Bewegung“ seien, und betont: „Technologie ohne Glauben ist nichts.“
Der Bericht beschreibt gleichzeitig detailliert das Leben der Akteure – von mit Wasserdiamanten besetzten Outfits, Diamantkreuzen bis hin zu Partys in Cannes. Diese Szenen sind ohne direkte Kommentare, aber durch den starken Kontrast entsteht eine subtile Spannung.
OpenSea-Gründer sorgt für Kontroversen durch prominentes Interview
Am Tag vor der Veröffentlichung des Berichts in „Vanity Fair“ kündigte die bekannte NFT-Handelsplattform OpenSea an, aufgrund der „Marktsituation“ die ursprünglich geplante Airdrop des $SEA-Tokens zu verschieben. Dies enttäuschte die lang erwartete Community, doch am nächsten Tag wurde die Meldung prominent in den Medien aufgegriffen, was zu heftigen Reaktionen von Nutzern und Investoren führte, die kritisierten, dass das Management den Fokus nicht auf Plattformentwicklung und Community-Verpflichtungen lege.
Nutzer: Subtile Spott gegenüber der Kryptowährungsbranche
Nach der Veröffentlichung des Berichts auf der Plattform X (ehemals Twitter) äußerten Nutzer, dass der Artikel im Wesentlichen eine „Schmutzkampagne“ sei, bei der die Zeitschrift durch die Bildsprache und den Text eine versteckte Geringschätzung zeige. Besonders in der visuellen Gestaltung wurde bemerkt, dass das Interview-Foto das klassische Szenario aus der amerikanischen Comedy „Arrested Development“ nachahmt: Die befragten Krypto-Insider tragen mittelalterliche Ritter-, Zauberer- oder chinesisch inspirierte Kostüme vor antiken Gebäuden und posieren ernsthaft; in der Mitte hält jemand ein Schild mit der Aufschrift „We Demand To Be Taken Seriously“ („Wir fordern, ernst genommen zu werden“). Dieser bewusst erzeugte starke visuelle Kontrast ist eine raffinierte Satire auf die Bemühungen der Mainstream-Medien, die Kryptowährungsbranche zu akzeptieren, obwohl sie gleichzeitig unpassend wirkt.
Dieser Artikel „Vanity Fair“ Interviewt Krypto-Großköpfe: Wenn Kryptowährungen zur „teuersten Religion“ werden, lachen die Netzgemeinde: Hochklassiges Blackface. Ursprünglich veröffentlicht bei Chain News ABMedia.