Die königliche Regierung Bhutans transferierte am 17. und 18. März 973 Bitcoin im Wert von etwa 72,3 Millionen US-Dollar, was auf eine fortlaufende Verwaltung der staatlichen Schatzkammer und nicht auf eine plötzliche Liquidation hinweist.
Die Transaktionen, die durch die staatliche Druk Holding & Investments (DHI) durchgeführt wurden, erstreckten sich über etwa 24 Stunden, wobei der Bitcoin-Handel während dieses Zeitraums bei etwa 74.268 US-Dollar lag. Es wurden keine öffentlichen Erklärungen abgegeben, was dem üblichen Vorgehen Bhutans bei digitalen Vermögenswerten entspricht.
Onchain-Daten, die von Arkham Intelligence und Onchain Lens verfolgt werden, zeigen, dass 596 BTC im Wert von etwa 44,4 Millionen US-Dollar an zwei unbekannte Wallets transferiert wurden. Weitere 20,5 BTC wurden an QCP Capital gesendet, eine wiederkehrende Gegenpartei im Over-the-Counter-Geschäft. Zusätzliche kleinere Transfers trugen zum Gesamtbetrag von 973 BTC bei.

Analysten stellen fest, dass die Struktur der Transfers mit Bhutans etabliertem Muster übereinstimmt, bei dem Flüsse über Wallets und OTC-Desks verteilt werden, um Marktstörungen zu minimieren. Einige Transaktionen scheinen für Liquiditätszwecke vorgesehen zu sein, während andere möglicherweise interne Umschichtungen darstellen.
Bhutan hat seit etwa 2019 still und leise eine der ungewöhnlichsten souveränen Bitcoin-Positionen aufgebaut, indem es die Ressource mit überschüssiger Wasserkraft abbaut. DHI verwaltet die Bestände zusammen mit anderen staatlichen Investitionen und betrachtet Bitcoin als strategische Reserve.
Laut Arkham-Daten sind die Bestände seit ihrem Höchststand von über 13.000 BTC im Oktober 2024 auf etwa 4.453 BTC nach den jüngsten Bewegungen gefallen. Die Kapitalabflüsse im laufenden Jahr übersteigen nun 110 Millionen US-Dollar, einschließlich früherer Transfers im März von insgesamt etwa 175 BTC.
Trotz des beträchtlichen Transfers gab es keinen sichtbaren Einfluss auf den Bitcoin-Preis, der sich in der Nähe der lokalen Höchststände befindet. Marktbeobachter charakterisieren die Aktivität im Allgemeinen als routinemäßiges Rebalancing oder Gewinnmitnahmen und nicht als Notverkauf.
Arkham-Daten deuten auch darauf hin, dass Bhutan seit über einem Jahr keine bedeutenden Mining-Zuflüsse verzeichnet hat, was Fragen aufwirft, ob die Produktion nach der Halbierung 2024 verlangsamt wurde oder sich aufgrund von Energiezuweisungen und Strategiewechseln verschoben hat.
Bhutan hat seine langfristige Bitcoin-Strategie öffentlich nicht detailliert dargelegt, doch frühere Offenlegungen bestätigten Mining-Aktivitäten und die Verwendung der Erlöse zur Unterstützung öffentlicher Ausgaben.