Amerikanische Tokenisierungs-Regulierung vor kritischer Anhörung: SEC und CFTC arbeiten zusammen, On-Chain-Wertpapierregeln könnten den Markt umgestalten

Gate News Nachrichten, 23. März: Der US-Repräsentantenhaus-Ausschuss für Finanzdienstleistungen wird am Mittwoch eine bedeutende Anhörung zum Thema „Tokenisierte Wertpapiere“ abhalten. Das Marktinteresse gilt vor allem den neuesten Entwicklungen in der Koordination der Aufsichtsbehörden SEC und CFTC. Derzeit beschleunigt die USA die Tokenisierung traditioneller Finanzwerte wie Aktien und Anleihen, doch es besteht noch eine deutliche Lücke im rechtlichen Rahmen.

Laut den veröffentlichten Materialien konzentriert sich die Sitzung auf zwei Vorschläge: Erstens die gemeinsame Untersuchung der Regulierungswege für tokenisierte Wertpapiere und Derivate durch SEC und CFTC; zweitens die Erlaubnis für bestimmte regulierte Institutionen, in zukünftigen Regeln Blockchain-basierte Aufzeichnungssysteme zu verwenden. Damit werden Themen wie „Regulierungspfad für on-chain Wertpapiere“ und „Regulierungsrahmen für tokenisierte Vermögenswerte“ zum Kern der Diskussion.

Die Regulierungsbehörden haben sich bereits mehrfach dazu geäußert. Im Januar erklärte die SEC, dass auch bei Übertragung der Vermögensaufzeichnungen auf die Blockchain tokenisierte Aktien und Anleihen weiterhin den bestehenden Wertpapiergesetzen unterliegen. Anfang März wurde betont, dass die meisten Kryptowährungen keine Wertpapiere sind, tokenisierte Wertpapiere jedoch weiterhin reguliert werden. Zudem haben SEC und CFTC eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, was auf eine beschleunigte grenzüberschreitende Regulierung hindeutet.

Auf Branchenebene investieren traditionelle Finanzinstitute aktiv in die Infrastruktur der Tokenisierung und treiben die Modernisierung der Markteinrichtungen voran. Allerdings besteht weiterhin eine Diskrepanz zwischen Politik und Technik. Austin Campbell, Gründer von Zero Knowledge, sieht die Anhörung eher als eine Phase in einem langfristigen regulatorischen Wettstreit, die den Gesetzgebern hilft, die tatsächliche Funktionsweise der On-Chain-Finanzwelt zu verstehen.

Dennoch bleiben kontroverse Punkte bestehen. Andrew Rossow, CEO von AR Media Consulting, weist darauf hin, dass bei der Anhörung Verbraucher- und DeFi-Vertreter fehlen, was die Diskussion möglicherweise zugunsten traditioneller Institutionen beeinflusst. Das zentrale rechtliche Problem, ob „tokenisierte Vermögenswerte“ als Wertpapiere gelten, ist weiterhin ungelöst. Auch der Howey-Test stößt bei neuen On-Chain-Vermögenswerten auf Anwendungsprobleme.

Gleichzeitig sind Risiken der Blockchain-Technologie selbst, wie Smart-Contract-Schwachstellen, On-Chain-Reorganisationen und Private-Key-Verluste, noch nicht vollständig reguliert.

Mit fortschreitender Regulierung und zunehmender Beteiligung von Institutionen steht die tokenisierte Wertpapierbranche an der Schnittstelle von Politik und Markt. Die zukünftige Entwicklung hängt maßgeblich vom Fortschritt bei der Gesetzgebung und der Etablierung von Risikobewertungsmechanismen ab.

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