Bitcoin BTC$70.945,00 hat wahrscheinlich seinen Boden gefunden und ist bereit für weitere Gewinne, sagte Wall-Street-Broker Bernstein in einer Dienstag-Note an Kunden und bestätigte sein Jahresend-Preisziel von 150.000 US-Dollar.
„Wir glauben, dass Bitcoin seinen Tiefpunkt erreicht hat und jetzt nach oben tendiert“, schrieben die Analysten unter Leitung von Gautam Chhugani. Die weltweit größte Kryptowährung wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei etwa 71.000 US-Dollar gehandelt.
Der Broker bekräftigte auch seine optimistische Haltung gegenüber der Bitcoin-Treasury-Gesellschaft Strategy (MSTR), die er als eine Hoch-Beta-Proxy für Bitcoin mit einer „widerstandsfähigen, liquiden und stressgetesteten“ Bilanz bezeichnete. Das Unternehmen, geleitet von Vorstandsvorsitzendem Michael Saylor, hält etwa 3,6 % des gesamten Bitcoin-Angebots im Wert von rund 53,5 Milliarden US-Dollar.
Bernstein vergab eine Outperform-Bewertung für Strategy mit einem Kursziel von 450 US-Dollar. Die Aktien blieben im frühen Handel unverändert bei etwa 138,10 US-Dollar.
Die Analysten hoben auch die wachsende Nachfrage nach Strategy’s bevorzugtem Instrument STRC hervor, das eine monatliche Dividende von 11,5 % bei niedriger Volatilität bietet.
Die unbefristete Struktur von STRC hilft, die Verwässerung des Eigenkapitals zu verringern, während sie langfristiges Kapital bereitstellt. Das Handelsvolumen ist in den letzten drei Monaten um 65 % gestiegen, so der Bericht.
Der jüngste Rückgang bei Bitcoin folgt auf einen rasanten Anstieg auf Rekordhöhen Ende 2025, wobei die Preise vom Höchststand aus um bis zu 45 % gefallen sind, was auf eine Mischung aus makroökonomischen und marktgetriebenen Druckfaktoren zurückzuführen ist. Analysten verweisen auf einen länger anhaltenden höheren Zinsumfeld, geopolitische Risiken im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt und intermittierende Abflüsse aus Exchange-Traded Funds (ETFs), die die Risikobereitschaft belasten.
Der Abbau von gehebelten Positionen und Gewinnmitnahmen von langfristigen Haltern beschleunigten den Rückgang, was zu Zwangsliquidationen führte und die Volatilität erhöhte.
Trotz des Ausmaßes der Korrektur bewerteten Bernstein-Analysten die Bewegung als eine vorübergehende Neuausrichtung der Stimmung und keinen fundamentalen Zusammenbruch, wobei sie das Fehlen systemischer Belastungen betonten, die typischerweise bei früheren Krypto-Tiefs zu beobachten sind.
Auf makroökonomischer Seite stellten die Analysten fest, dass Bitcoin seit Beginn des Iran-Konflikts Ende Februar Gold um 25 % übertroffen hat, was die Attraktivität der Kryptowährung als tragbares, zensurresistentes Asset in Zeiten geopolitischer Spannungen unterstreicht.
Institutionelle Nachfrage bleibt ein entscheidender Treiber. Der Broker verwies auf stabile ETF-Flüsse und zunehmende Beteiligung von Banken, die Bitcoin-bezogene Finanzdienstleistungen anbieten.
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