OpenFX, ein Fintech-Startup mit Fokus auf Market Making im Devisenmarkt und Geldtransfers, hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 94 Millionen US-Dollar eingesammelt, während das Unternehmen darauf abzielt, Stablecoins einzusetzen, um grenzüberschreitende Devisenzahlungen zu beschleunigen.
Die Runde umfasste Accel, Atomico, Lightspeed Faction, M13, Northzone und Pantera und soll laut Angaben des Unternehmens am Dienstag dazu verwendet werden, die Liquidität zu vertiefen, in neue Korridore zu expandieren und Wachstum in Südostasien und Lateinamerika voranzutreiben. Die Kapitalaufnahme erfolgt, während das Interesse an Stablecoins als Instrument wächst, um Kosten und Verzögerungen bei globalen Zahlungen zu senken.
„Der globale FX-Markt verarbeitet mehr als 200 Billionen US-Dollar jährlich, doch die zentrale Abwicklungsinfrastruktur hat sich im Wesentlichen seit Jahrzehnten kaum verändert“, sagte Gründer Prabhakar Reddy und fügte hinzu, er habe OpenFX im Jahr 2024 gestartet, um eine Lücke zu schließen, die er als solche im FX-Markt beschrieb.
OpenFX ist Teil einer neuen Gruppe von Unternehmen für Marktinfrastruktur, die blockchainbasierte Währungen nutzen, um Geld schneller zu bewegen, insbesondere für Unternehmen, die große Summen über Grenzen hinweg übertragen.
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OpenFX sagte, es plane, das neue Kapital zu nutzen, um in Südostasien und Lateinamerika zu expandieren. Das Unternehmen ist derzeit in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien tätig.
Laut seiner Website leitet OpenFX Zahlungen über ein einziges Liquiditätsnetzwerk und sagt, dass 90% der Transaktionen in weniger als 60 Minuten abgewickelt werden, während 30% in weniger als 10 Minuten abgewickelt werden. Das Unternehmen bewirbt außerdem eine 24/7-Verfügbarkeit sowie Preise von 0,01% bis 0,3%.
_Die Marktkapitalisierung von Stablecoins steigt über 300 Milliarden US-Dollar. Quelle: _DefiLlama
Im Jahr 2025 sagte OpenFX, es habe 23 Millionen US-Dollar in einer von Accel geführten Finanzierungsrunde aufgebracht, mit Beteiligung von NFX, Lightspeed Faction, Castle Island Ventures, Flybridge, Hash3 und weiteren strategischen Fintech-Investoren.
Cointelegraph hat OpenFX um eine Stellungnahme gebeten, aber bis zur Veröffentlichung keine Antwort erhalten.
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Das Geschäft spiegelt ein breiteres Branchenthema wider, nach dem Stablecoins von kryptonativen Handels-Tools hin zu Mainstream-Unternehmens-Zahlungsinfrastruktur wandern.
Der Ripple-CEO Brad Garlinghouse sagte kürzlich, Stablecoins könnten einen Wendepunkt für die Krypto-Übernahme bei Unternehmen markieren und bezeichnete sie als den „ChatGPT-Moment“ der Branche. Er sagte, Unternehmensleiter, darunter CFOs und Treasurer bei großen Firmen, würden aktiv untersuchen, wie sich Stablecoins in den Betrieb integrieren lassen, insbesondere für Zahlungen.
Branchendaten untermauern das wachsende Interesse. Stablecoins verarbeiteten im vergangenen Jahr ein Volumen von über 33 Billionen US-Dollar, während Bloomberg Intelligence schätzt, dass die Zuflüsse mit einer jährlichen Wachstumsrate von 80% bis 2030 auf 56,6 Billionen US-Dollar anwachsen könnten.
Dennoch bleibt die Wette auf FX mit Stablecoins ein frühes Vorhaben und steht vor Hürden jenseits der Geschwindigkeit. Stablecoin-Regeln driften in wichtigen Märkten auseinander; in Ländern wie dem UK wurden von politischen Entscheidungsträgern bereits Beschränkungen wie Haltegrenzen diskutiert. Das verdeutlicht, wie Lizenzierung, Compliance und der Zugang zum Bankensystem die Einführung bremsen könnten, selbst wenn sich die Abwicklungstechnologie verbessert.
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