#当前行情抄底还是观望? Bitcoin! Die Volatilität im Krypto-Markt nimmt zu: Tägliche Erholungen treffen erneut auf Rücksetzer – Bodenbildung oder weiteres Tief?
Die Schwankungen im Kryptowährungsmarkt haben nie aufgehört, insbesondere nach über vier Monaten anhaltender Abwärtsbewegung, bei der jede Kursbewegung die Nerven der globalen Investoren strapaziert. Am Donnerstag erlebte die Krypto-Szene eine neue Abwärtswelle, nachdem die unerwartete starke Erholung am Vortag die optimistische Stimmung entfacht hatte – diese wurde im Handumdrehen mit einem kalten Wasserbad überschattet. Bitcoin fiel während der New Yorker Handelszeit zeitweise um 3,5 % auf 66.511 US-Dollar, während es nur einen Tag zuvor noch fast die 70.000-Dollar-Marke erreichte und damit den höchsten Stand seit dem 16. Februar markierte. Dieser „Blitz-Erholung“ und die anschließende Korrektur sind das Ergebnis eines Zusammenspiels verschiedener Faktoren wie Risikoasset-Stimmung, politische Erwartungen und Branchenfundamentaldaten. Manche sehen darin ein Signal für eine Bodenbildung, andere warnen, dass die Korrektur erst begonnen hat. Steht die Krypto-Branche also vor einer Bodenbildung oder wird sie weiter nach unten durchdringen? Im Austausch verschiedener Meinungen lichtet sich allmählich der Nebel.
Widerstand bei der Erholung: Nach einem Tag des Feierns folgt erneut eine Korrektur Am Mittwoch erlebte der Kryptowährungsmarkt eine lang ersehnte starke Erholung, bei der Bitcoin zeitweise die 70.000 US-Dollar erreichte und die gesamte Branche wieder in Aufbruchstimmung versetzte – viele Investoren sahen darin die Hoffnung auf einen Boden, schließlich war es die erste kräftige Erholung nach mehr als vier Monaten Abwärtstrend. Hinzu kam die positive Nachricht, dass am Tag der US-Börsengänge des Bitcoin-ETFs über 5 Milliarden US-Dollar an Nettomittelzufluss verzeichnet wurden, was die optimistische Stimmung schnell verbreitete. Doch diese Euphorie hielt nicht lange an: Am Donnerstag kam es zu einer Trendwende. Bitcoin fiel intraday um 3,5 % auf 66.511 US-Dollar, während andere führende Kryptowährungen ebenfalls nachgaben. Der Crypto-Industrie- und Digital Economy (CRPT)-Index schwächelte gleichzeitig, schloss den Tag mit einem leichten Minus von 0,15 % bei 13,03 US-Dollar, im starken Gegensatz zu den 7,32 % Gewinn vom Vortag. Betrachtet man die jüngsten Kursbewegungen, wird deutlich, dass die Volatilität im Krypto-Markt immer intensiver wird. Seit Februar hat der Bitcoin-ETF-Index mehrfach zwischen Auf- und Abwärtsbewegungen gewechselt: Am 5. Februar stürzte er um 13,54 %, am 6. Februar erholte er sich um 10,24 %, was auf eine deutlich schwankende Trendlage hinweist. Bemerkenswert ist, dass trotz eines Nettomittelzuflusses von 500 Millionen US-Dollar am Mittwoch die kumulierten Nettoabflüsse in diesem Jahr bereits bei etwa 1,7 Milliarden US-Dollar liegen. Dies spiegelt die nach wie vor vorsichtige Haltung des Marktes gegenüber Kryptowährungen wider. Das kurzfristige Kapitalzufluss hat die langfristige Abfluss-Tendenz nicht umkehren können, was darauf hindeutet, dass die aktuelle Erholung nicht durch ausreichende Mittel gestützt wird. Die Korrektur ist daher keine Überraschung. Adam McCarthy, Analyst bei der Krypto-Datenfirma Kaiko, sagt dazu: „Ich bin momentan nicht allzu optimistisch. In Bärenmärkten und Phasen niedriger Liquidität sind solche Erholungen zu erwarten. Wie wir sehen, fehlt dieser Aufschwung an ausreichender Unterstützung, daher ist eine Rückkehr nach unten nicht überraschend.“ Verbindung zu Tech-Aktien: Nvidia stürzt ab, die Krypto-Branche bleibt nicht unberührt Die jüngste Korrektur im Krypto-Markt ist eng mit der Stimmung an den Technologiemärkten verbunden. Seit langem folgt die Kryptowelt den Bewegungen der Tech-Aktien, insbesondere im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und Halbleiter-Branchen. Der starke Kursrutsch bei Nvidia am Donnerstag war ein entscheidender Faktor, der die Branche zusätzlich belastete. Als Branchenführer im Technologiesektor präsentierte Nvidia trotz starker Quartalszahlen eine große Unsicherheit hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Ausgaben für KI-Projekte. Am Donnerstag fiel die Aktie um über 5,46 % auf 184,89 US-Dollar, was den Marktwert um mehr als 240 Milliarden US-Dollar verringert hat. Obwohl die Nvidia-Aktie in den letzten drei Monaten insgesamt um 2,76 % gestiegen ist, sind die kurzfristigen Schwankungen deutlich zugenommen: Seit Februar gab es mehrfach Tagesbewegungen von mehr als 5 %. Die Rückgänge bei Tech-Aktien wirken sich direkt auf den Kryptomarkt aus. Derzeit ziehen Händler ihre Gelder aus Branchen, die durch KI-Entwicklungen besonders betroffen sein könnten. Kryptowährungen, als risikoreiche Anlagen, sind dabei eine naheliegende Zielscheibe für Kapitalabflüsse. Die enge Verbindung zwischen Kryptowährungen und Tech-Aktien ist kein Einzelfall: In den letzten Jahren haben die zunehmende Integration von KI und Blockchain-Technologien die Marktstimmungen angleichen lassen, sodass Schwankungen bei Tech-Aktien schnell auf den Kryptomarkt übergreifen. Branchenexperten erklären, dass die Bewertungslogik von Kryptowährungen gewisse Gemeinsamkeiten mit Tech-Aktien aufweist, insbesondere in Bezug auf Risikobereitschaft und Liquidität. Wenn Tech-Aktien aufgrund von Zweifeln an der Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben fallen, sinkt die Risikobereitschaft am Markt, und Kapital fließt aus risikoreichen Anlagen ab – die Kryptowährungen bleiben davon nicht unberührt. Dies ist einer der Hauptgründe, warum die Bitcoin-Erholung gestoppt wurde und die Kurse wieder nach unten tendieren.
Verschiedene Interessen im Spiel: Bodenbildung oder Tiefpunkt? Divergenzen deutlich sichtbar Angesichts der Volatilität im Krypto-Markt zeigen die Meinungen der Branchenexperten deutliche Unterschiede. Optimisten und Pessimisten stehen sich gegenüber und führen eine hitzige Debatte darüber, ob eine Bodenbildung stattfindet. Der Pessimist Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise Asset Management, sieht die Endphase des Krypto-Winters noch nicht gekommen: „Der große Tagesanstieg ist zwar aufregend, aber niemand rechnet damit, dass Bitcoin direkt auf 100.000 US-Dollar steigt. Bitcoin befindet sich im Bodenbildungsprozess, der noch eine Weile andauern wird und wahrscheinlich chaotisch verläuft, vielleicht sogar mit noch niedrigeren Tiefs.“ Diese Einschätzung passt gut zur aktuellen Marktsituation – eine Bodenbildung erfolgt nicht über Nacht, sondern ist mit wiederholten Rücksetzern verbunden. Der optimistische Marktstratege Tom Lee von Fundstrat ist hingegen überzeugt, dass der Markt in „schlechten Nachrichten“ den Boden findet. Er verweist auf einen Artikel von Citrini Research, der das Ende des KI-Untergangs prophezeite und damit den Boden bereits sichtbar machte. Tom Lee meint weiter, dass der Rückgang des Mag 7-Index „schon etwa 95 %“ hinter sich habe, und die Verkäufe im Software-Sektor „zu etwa 99 %“ abgeschlossen seien. Auch die Rückzüge bei Kryptowährungen lägen in den letzten Wochen, was auf eine bevorstehende Beendigung der Korrektur hindeutet und auf eine bevorstehende Erholung. Neben den unterschiedlichen Meinungen im Markt zeigt sich auch eine „Widersprüchlichkeit“ in den Fundamentaldaten. Einerseits hat Bitcoin in diesem Monat alle Gewinne seit dem Wahlsieg von Trump im November 2024 wieder abgegeben – zuvor hatten optimistische Erwartungen an eine pro-Krypto-Politik unter Trump den Kurs im Oktober letzten Jahres auf ein Rekordhoch von 126.000 US-Dollar getrieben. Doch die massive Verkaufswelle seitdem hat den digitalen Vermögenswert unter Druck gehalten. Andererseits ist die von Trumps Familie unterstützte Mining-Firma American Bitcoin Corp tief im Branchenwinter verankert. Das Unternehmen profitierte einst vom Krypto-Boom und ging an der Nasdaq an den Start, doch jetzt erleidet es den schlimmsten Absturz seit 2022: Im vierten Quartal verzeichnete es einen Verlust von 59 Millionen US-Dollar, der Marktwert ist um fast 90 % eingebrochen. Mehrfach wurden aufgrund des Kursverfalls vorübergehende Handelsstopps ausgelöst, was die Realität des Krypto-Winters widerspiegelt.
Bodenanzeichen? Fundamentale Infrastruktur ist nicht zusammengebrochen, nur „Vertrauenskrise“ Trotz der zunehmenden Volatilität und der deutlichen Divergenzen gibt es ein positives Signal, das nicht ignoriert werden sollte: Im Gegensatz zum bisherigen Krypto-Winter ist die fundamentale Infrastruktur diesmal nicht zusammengebrochen. Die Wall Street Journal-Analyse weist darauf hin, dass, obwohl Bitcoin weiterhin verkauft wird, die Börsen normal funktionieren, die Verwahrstellen zahlungsfähig bleiben, institutionelle Käufer ihre Positionen halten und Bitcoin-ETF-Vermögenswerte stabil gehalten werden. Auch die frei handelbare Menge an Bitcoin nimmt ab. Der Analyst Bernstein erklärt, dass die aktuelle Korrektur im Markt nicht auf eine Verschlechterung der Fundamentaldaten zurückzuführen ist, sondern auf eine „Vertrauenskrise“. Im Gegensatz zum Zusammenbruch im Jahr 2022, bei dem Börsen schlossen, Verwahrstellen pleitegingen und Kapital in Scharen abgezogen wurde, bleibt das fundamentale Ökosystem stabil. Institutionelle Investoren ziehen sich nicht in großem Stil zurück, was die Bodenbildung unterstützt. Daten zeigen, dass trotz eines Nettoabflusses von 1,7 Milliarden US-Dollar bei Bitcoin-ETFs in diesem Jahr, der Nettomittelzufluss von 500 Millionen US-Dollar am Mittwoch zeigt, dass einige Gelder weiterhin bei niedrigen Kursen investiert werden. Der Kryptowährungs- (US-)Index schwankt zwar, das Handelsvolumen bleibt jedoch stabil: Am 20. Februar wurden 7,048 Milliarden US-Dollar umgesetzt, was auf keine groß angelegten Kapitalflucht hindeutet. Diese Signale deuten darauf hin, dass die Angst im Markt allmählich nachlässt und das Vertrauen langsam wieder wächst. Für Privatanleger ist es jetzt vor allem wichtig, rational zu bleiben und kurzfristige Kursbewegungen nicht zu überbewerten. Ob es sich um den „chaotischen“ Bodenbildungsprozess handelt, den Hougan beschreibt, oder um die „letzte Phase“ der Rücksetzer, beide Szenarien deuten darauf hin, dass der Markt kurzfristig weiterhin schwankungsanfällig bleibt. Blindes Kaufen oder Verkaufen ist riskant – stattdessen ist es klüger, die Fundamentaldaten zu beobachten und die Bewegungen der institutionellen Gelder im Blick zu behalten. Langfristig bleibt die Entwicklung der Kryptowährungen eng mit technischer Innovation und regulatorischen Rahmenbedingungen verbunden. Die künftige Ausrichtung der Krypto-Politik der Trump-Regierung, die Fortschritte bei der Integration von KI und Blockchain sowie globale regulatorische Veränderungen werden die zukünftige Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Diese Schwankungen sind sowohl eine Freisetzung der Marktstimmung als auch eine Phase der Selbstkorrektur der Branche. Die Stabilität der fundamentalen Infrastruktur könnte dabei der entscheidende Grundstein sein, um den Krypto-Winter zu überwinden und eine langfristige Entwicklung einzuleiten.
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CryptoEye
· 58M her
LFG 🔥
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CryptoEye
· 58M her
Zum Mond 🌕
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xxx40xxx
· 1Std her
Zum Mond 🌕
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ShizukaKazu
· 7Std her
Fest entschlossen HODL💎
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ShizukaKazu
· 7Std her
Schwankungen sind Chancen 📊
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ShizukaKazu
· 7Std her
Schnell einsteigen! 🚗
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ShizukaKazu
· 7Std her
Ansturm 2026 👊
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ShizukaKazu
· 7Std her
Viel Glück im Jahr des Pferdes 🐴
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Discovery
· 8Std her
Zum Mond 🌕
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Falcon_Official
· 9Std her
Ich wünsche Ihnen im Jahr des Pferdes 🐴 großen Wohlstand
#当前行情抄底还是观望? Bitcoin! Die Volatilität im Krypto-Markt nimmt zu: Tägliche Erholungen treffen erneut auf Rücksetzer – Bodenbildung oder weiteres Tief?
Die Schwankungen im Kryptowährungsmarkt haben nie aufgehört, insbesondere nach über vier Monaten anhaltender Abwärtsbewegung, bei der jede Kursbewegung die Nerven der globalen Investoren strapaziert. Am Donnerstag erlebte die Krypto-Szene eine neue Abwärtswelle, nachdem die unerwartete starke Erholung am Vortag die optimistische Stimmung entfacht hatte – diese wurde im Handumdrehen mit einem kalten Wasserbad überschattet. Bitcoin fiel während der New Yorker Handelszeit zeitweise um 3,5 % auf 66.511 US-Dollar, während es nur einen Tag zuvor noch fast die 70.000-Dollar-Marke erreichte und damit den höchsten Stand seit dem 16. Februar markierte. Dieser „Blitz-Erholung“ und die anschließende Korrektur sind das Ergebnis eines Zusammenspiels verschiedener Faktoren wie Risikoasset-Stimmung, politische Erwartungen und Branchenfundamentaldaten. Manche sehen darin ein Signal für eine Bodenbildung, andere warnen, dass die Korrektur erst begonnen hat. Steht die Krypto-Branche also vor einer Bodenbildung oder wird sie weiter nach unten durchdringen? Im Austausch verschiedener Meinungen lichtet sich allmählich der Nebel.
Widerstand bei der Erholung: Nach einem Tag des Feierns folgt erneut eine Korrektur
Am Mittwoch erlebte der Kryptowährungsmarkt eine lang ersehnte starke Erholung, bei der Bitcoin zeitweise die 70.000 US-Dollar erreichte und die gesamte Branche wieder in Aufbruchstimmung versetzte – viele Investoren sahen darin die Hoffnung auf einen Boden, schließlich war es die erste kräftige Erholung nach mehr als vier Monaten Abwärtstrend. Hinzu kam die positive Nachricht, dass am Tag der US-Börsengänge des Bitcoin-ETFs über 5 Milliarden US-Dollar an Nettomittelzufluss verzeichnet wurden, was die optimistische Stimmung schnell verbreitete. Doch diese Euphorie hielt nicht lange an: Am Donnerstag kam es zu einer Trendwende. Bitcoin fiel intraday um 3,5 % auf 66.511 US-Dollar, während andere führende Kryptowährungen ebenfalls nachgaben. Der Crypto-Industrie- und Digital Economy (CRPT)-Index schwächelte gleichzeitig, schloss den Tag mit einem leichten Minus von 0,15 % bei 13,03 US-Dollar, im starken Gegensatz zu den 7,32 % Gewinn vom Vortag.
Betrachtet man die jüngsten Kursbewegungen, wird deutlich, dass die Volatilität im Krypto-Markt immer intensiver wird. Seit Februar hat der Bitcoin-ETF-Index mehrfach zwischen Auf- und Abwärtsbewegungen gewechselt: Am 5. Februar stürzte er um 13,54 %, am 6. Februar erholte er sich um 10,24 %, was auf eine deutlich schwankende Trendlage hinweist.
Bemerkenswert ist, dass trotz eines Nettomittelzuflusses von 500 Millionen US-Dollar am Mittwoch die kumulierten Nettoabflüsse in diesem Jahr bereits bei etwa 1,7 Milliarden US-Dollar liegen. Dies spiegelt die nach wie vor vorsichtige Haltung des Marktes gegenüber Kryptowährungen wider. Das kurzfristige Kapitalzufluss hat die langfristige Abfluss-Tendenz nicht umkehren können, was darauf hindeutet, dass die aktuelle Erholung nicht durch ausreichende Mittel gestützt wird. Die Korrektur ist daher keine Überraschung. Adam McCarthy, Analyst bei der Krypto-Datenfirma Kaiko, sagt dazu: „Ich bin momentan nicht allzu optimistisch. In Bärenmärkten und Phasen niedriger Liquidität sind solche Erholungen zu erwarten. Wie wir sehen, fehlt dieser Aufschwung an ausreichender Unterstützung, daher ist eine Rückkehr nach unten nicht überraschend.“
Verbindung zu Tech-Aktien: Nvidia stürzt ab, die Krypto-Branche bleibt nicht unberührt
Die jüngste Korrektur im Krypto-Markt ist eng mit der Stimmung an den Technologiemärkten verbunden. Seit langem folgt die Kryptowelt den Bewegungen der Tech-Aktien, insbesondere im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und Halbleiter-Branchen. Der starke Kursrutsch bei Nvidia am Donnerstag war ein entscheidender Faktor, der die Branche zusätzlich belastete.
Als Branchenführer im Technologiesektor präsentierte Nvidia trotz starker Quartalszahlen eine große Unsicherheit hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Ausgaben für KI-Projekte. Am Donnerstag fiel die Aktie um über 5,46 % auf 184,89 US-Dollar, was den Marktwert um mehr als 240 Milliarden US-Dollar verringert hat. Obwohl die Nvidia-Aktie in den letzten drei Monaten insgesamt um 2,76 % gestiegen ist, sind die kurzfristigen Schwankungen deutlich zugenommen: Seit Februar gab es mehrfach Tagesbewegungen von mehr als 5 %. Die Rückgänge bei Tech-Aktien wirken sich direkt auf den Kryptomarkt aus. Derzeit ziehen Händler ihre Gelder aus Branchen, die durch KI-Entwicklungen besonders betroffen sein könnten. Kryptowährungen, als risikoreiche Anlagen, sind dabei eine naheliegende Zielscheibe für Kapitalabflüsse. Die enge Verbindung zwischen Kryptowährungen und Tech-Aktien ist kein Einzelfall: In den letzten Jahren haben die zunehmende Integration von KI und Blockchain-Technologien die Marktstimmungen angleichen lassen, sodass Schwankungen bei Tech-Aktien schnell auf den Kryptomarkt übergreifen. Branchenexperten erklären, dass die Bewertungslogik von Kryptowährungen gewisse Gemeinsamkeiten mit Tech-Aktien aufweist, insbesondere in Bezug auf Risikobereitschaft und Liquidität. Wenn Tech-Aktien aufgrund von Zweifeln an der Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben fallen, sinkt die Risikobereitschaft am Markt, und Kapital fließt aus risikoreichen Anlagen ab – die Kryptowährungen bleiben davon nicht unberührt. Dies ist einer der Hauptgründe, warum die Bitcoin-Erholung gestoppt wurde und die Kurse wieder nach unten tendieren.
Verschiedene Interessen im Spiel: Bodenbildung oder Tiefpunkt? Divergenzen deutlich sichtbar
Angesichts der Volatilität im Krypto-Markt zeigen die Meinungen der Branchenexperten deutliche Unterschiede. Optimisten und Pessimisten stehen sich gegenüber und führen eine hitzige Debatte darüber, ob eine Bodenbildung stattfindet.
Der Pessimist Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise Asset Management, sieht die Endphase des Krypto-Winters noch nicht gekommen: „Der große Tagesanstieg ist zwar aufregend, aber niemand rechnet damit, dass Bitcoin direkt auf 100.000 US-Dollar steigt. Bitcoin befindet sich im Bodenbildungsprozess, der noch eine Weile andauern wird und wahrscheinlich chaotisch verläuft, vielleicht sogar mit noch niedrigeren Tiefs.“ Diese Einschätzung passt gut zur aktuellen Marktsituation – eine Bodenbildung erfolgt nicht über Nacht, sondern ist mit wiederholten Rücksetzern verbunden.
Der optimistische Marktstratege Tom Lee von Fundstrat ist hingegen überzeugt, dass der Markt in „schlechten Nachrichten“ den Boden findet. Er verweist auf einen Artikel von Citrini Research, der das Ende des KI-Untergangs prophezeite und damit den Boden bereits sichtbar machte. Tom Lee meint weiter, dass der Rückgang des Mag 7-Index „schon etwa 95 %“ hinter sich habe, und die Verkäufe im Software-Sektor „zu etwa 99 %“ abgeschlossen seien. Auch die Rückzüge bei Kryptowährungen lägen in den letzten Wochen, was auf eine bevorstehende Beendigung der Korrektur hindeutet und auf eine bevorstehende Erholung.
Neben den unterschiedlichen Meinungen im Markt zeigt sich auch eine „Widersprüchlichkeit“ in den Fundamentaldaten. Einerseits hat Bitcoin in diesem Monat alle Gewinne seit dem Wahlsieg von Trump im November 2024 wieder abgegeben – zuvor hatten optimistische Erwartungen an eine pro-Krypto-Politik unter Trump den Kurs im Oktober letzten Jahres auf ein Rekordhoch von 126.000 US-Dollar getrieben. Doch die massive Verkaufswelle seitdem hat den digitalen Vermögenswert unter Druck gehalten.
Andererseits ist die von Trumps Familie unterstützte Mining-Firma American Bitcoin Corp tief im Branchenwinter verankert. Das Unternehmen profitierte einst vom Krypto-Boom und ging an der Nasdaq an den Start, doch jetzt erleidet es den schlimmsten Absturz seit 2022: Im vierten Quartal verzeichnete es einen Verlust von 59 Millionen US-Dollar, der Marktwert ist um fast 90 % eingebrochen. Mehrfach wurden aufgrund des Kursverfalls vorübergehende Handelsstopps ausgelöst, was die Realität des Krypto-Winters widerspiegelt.
Bodenanzeichen? Fundamentale Infrastruktur ist nicht zusammengebrochen, nur „Vertrauenskrise“
Trotz der zunehmenden Volatilität und der deutlichen Divergenzen gibt es ein positives Signal, das nicht ignoriert werden sollte: Im Gegensatz zum bisherigen Krypto-Winter ist die fundamentale Infrastruktur diesmal nicht zusammengebrochen. Die Wall Street Journal-Analyse weist darauf hin, dass, obwohl Bitcoin weiterhin verkauft wird, die Börsen normal funktionieren, die Verwahrstellen zahlungsfähig bleiben, institutionelle Käufer ihre Positionen halten und Bitcoin-ETF-Vermögenswerte stabil gehalten werden. Auch die frei handelbare Menge an Bitcoin nimmt ab.
Der Analyst Bernstein erklärt, dass die aktuelle Korrektur im Markt nicht auf eine Verschlechterung der Fundamentaldaten zurückzuführen ist, sondern auf eine „Vertrauenskrise“. Im Gegensatz zum Zusammenbruch im Jahr 2022, bei dem Börsen schlossen, Verwahrstellen pleitegingen und Kapital in Scharen abgezogen wurde, bleibt das fundamentale Ökosystem stabil. Institutionelle Investoren ziehen sich nicht in großem Stil zurück, was die Bodenbildung unterstützt.
Daten zeigen, dass trotz eines Nettoabflusses von 1,7 Milliarden US-Dollar bei Bitcoin-ETFs in diesem Jahr, der Nettomittelzufluss von 500 Millionen US-Dollar am Mittwoch zeigt, dass einige Gelder weiterhin bei niedrigen Kursen investiert werden. Der Kryptowährungs- (US-)Index schwankt zwar, das Handelsvolumen bleibt jedoch stabil: Am 20. Februar wurden 7,048 Milliarden US-Dollar umgesetzt, was auf keine groß angelegten Kapitalflucht hindeutet. Diese Signale deuten darauf hin, dass die Angst im Markt allmählich nachlässt und das Vertrauen langsam wieder wächst. Für Privatanleger ist es jetzt vor allem wichtig, rational zu bleiben und kurzfristige Kursbewegungen nicht zu überbewerten. Ob es sich um den „chaotischen“ Bodenbildungsprozess handelt, den Hougan beschreibt, oder um die „letzte Phase“ der Rücksetzer, beide Szenarien deuten darauf hin, dass der Markt kurzfristig weiterhin schwankungsanfällig bleibt. Blindes Kaufen oder Verkaufen ist riskant – stattdessen ist es klüger, die Fundamentaldaten zu beobachten und die Bewegungen der institutionellen Gelder im Blick zu behalten.
Langfristig bleibt die Entwicklung der Kryptowährungen eng mit technischer Innovation und regulatorischen Rahmenbedingungen verbunden. Die künftige Ausrichtung der Krypto-Politik der Trump-Regierung, die Fortschritte bei der Integration von KI und Blockchain sowie globale regulatorische Veränderungen werden die zukünftige Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Diese Schwankungen sind sowohl eine Freisetzung der Marktstimmung als auch eine Phase der Selbstkorrektur der Branche. Die Stabilität der fundamentalen Infrastruktur könnte dabei der entscheidende Grundstein sein, um den Krypto-Winter zu überwinden und eine langfristige Entwicklung einzuleiten.