Internationales Bankkommunikationsinstitut(SWIFT) hat beschlossen, mit 17 Ländern und 32 führenden Banken weltweit zusammenzuarbeiten, um ein neues System einzuführen, das die Überweisungszeiten im Ausland erheblich verkürzt. Ziel ist es, die bestehenden Verzögerungen bei der Abwicklung zu beheben, sodass Banküberweisungen voraussichtlich bis 2026 nahezu in Echtzeit erfolgen können.
Derzeit ist SWIFT das globale Überweisungsnetzwerk, das von etwa 11.000 Finanzinstituten weltweit genutzt wird. Rund 75 % der im System abgewickelten Auslandüberweisungen werden innerhalb von 10 Minuten beim Empfängerbankkonto gutgeschrieben, doch danach verzögern interne Prüfungen oder Prozessabläufe die tatsächliche Gutschrift oft erheblich. Dies verursacht sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen Zeitverluste und zusätzliche Kosten.
Das vorgeschlagene System gilt als eine äußerst effektive Verbesserung, die die bestehende SWIFT-Infrastruktur kaum verändert, aber von jeder teilnehmenden Bank die Einrichtung einer speziellen Organisation verlangt, die 24-Stunden-Überweisungsdienste anbietet. Führende Finanzinstitute wie die US-Bank, Wells Fargo, die Banque de France, die Mizuho Bank aus Japan sind bereits beteiligt, und die Zahl der teilnehmenden Banken dürfte in Zukunft weiter steigen.
Wenn das neue System umgesetzt wird, können Verbraucher voraussichtlich schneller und stabiler internationale Überweisungen nutzen. Besonders die Begrenzung des Überweisungsbetrags auf 10.000 US-Dollar (ca. 14,46 Millionen KRW) und die Einführung einer Vorankündigung der Gebühren tragen dazu bei, Transparenz und Vorhersehbarkeit zu erhöhen. Allerdings sind die meisten Experten der Ansicht, dass die Gebühren selbst kaum deutlich sinken werden.
Fachleute sehen diese Veränderung als eine der Strategien traditioneller Banken, um im Wettbewerb mit Fintech-Unternehmen Kunden zu halten. In den letzten Jahren haben digitale Finanztechnologieunternehmen mit schnellen, kostengünstigen Auslandüberweisungsdiensten ihre Marktanteile stetig ausgebaut. Die traditionelle Finanzbranche muss daher ihre Servicegeschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit weiter verbessern, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Dieser Trend könnte künftig die Innovation im globalen Finanznetzwerk insgesamt vorantreiben. Insbesondere wenn das System in Echtzeit umgesetzt wird, könnten Effizienzsteigerungen bei internationalen Handelsabwicklungen und Auslandinvestitionen erheblich sein.