Die Regierung plant, in naher Zukunft ein groß angelegtes Steuersystem-Unterstützungspaket offiziell einzuführen, das das Ziel hat, den inländischen Kapitalmarkt zu aktivieren. Dementsprechend werden Investoren in öffentlich-privaten Policy-Fonds Steuerabzüge oder Einkommenssteuervergünstigungen erhalten, und auf die Dividenden, die von Fonds generiert werden, wird voraussichtlich eine niedrigere Abgeltungssteuer angewendet.
Das Finanz- und Wirtschaftsministerium plant die Veröffentlichung der “Wirtschaftswachstumsstrategie 2026” mit diesem Programm als Kern. Diese Strategie ist die erste offizielle Wirtschaftsvision nach der Umbenennung des zuständigen Ministeriums in Finanz- und Wirtschaftsministerium und zeigt deutlich die Absicht, direkt Kapital in den Aktienmarkt zu investieren. Sie zieht die Aufmerksamkeit der Investmentbranche und der Investoren auf sich. Der Kern besteht darin, Steuervergünstigungen für Bürger, die in nationale Wachstumsfonds oder Unternehmenswachstums-Collective-Investment-Organisationen (BDC) investieren, bereitzustellen.
Es ist geplant, Steuerabzüge auf Investitionsbeträge oder Einkommenssteuer für Investoren in Policy-Fonds anzuwenden und auf Dividenden eine getrennte Besteuerung von 5~9% zu gewähren. Dies soll so gestaltet werden, dass es das Niveau der getrennten Dividendenbesteuerung von 9% erreicht oder übertrifft, das während der Regierung von Moon Jae-in bei den “Neuen Politiken Fonds” gewährt wurde. Die Regierung arbeitet an der Ausgestaltung, um die Progressivität der Abzüge zu minimieren und eine übermäßige Konzentration der Vorteile auf die Einkommensstarken zu verhindern.
Gleichzeitig wird auch ein neues Modell für persönliche umfassende Vermögensverwaltungskonten (ISA), das auf inländischen Vermögenswerten basiert, parallel vorangetrieben. Das neue ISA-Programm wird öffentlich-privaten Policy-Fonds wie den Bürger-Wachstumsfonds in die Investitionsziele aufnehmen, um Synergieeffekte durch Kapitalzuflüsse zu erzielen. Derzeit liegt das Steuerfreibetrag für ISA bei 2 Millionen KRW für die Basisvariante und 4 Millionen KRW für die Standardvariante, aber es wird diskutiert, diese auf über 5 Millionen KRW anzuheben oder eine Lösung zu schaffen, bei der innerhalb der Einzahlungslimits vollständig steuerfrei investiert werden kann.
Darüber hinaus ist geplant, die Steuerabzugsgrenze für die Einkommenssteuer bei Risikokapitalfonds, die eine zentrale Rolle für institutionelle Investoren spielen, zu erweitern. Derzeit können Investoren bei Investitionen von bis zu 30 Millionen KRW eine maximale Steuerabzugsrate von 10% in Anspruch nehmen, wobei die Branche fordert, die Obergrenze auf mindestens 5 Millionen KRW zu erhöhen. Dies ist Teil der Strategie, um Kapital aktiv in den Kosdaq-Markt zu lenken.
Außerdem wird die Regierung Maßnahmen ergreifen, um die Investitionsmöglichkeiten für ausländische Investoren zu verbessern. Der Devisenmarkt soll auf 24-Stunden-Betrieb umgestellt werden, und es wird angestrebt, das System der ausländischen Gesamtkonten zu aktivieren, sodass Ausländer direkt in koreanische Aktien investieren können, ohne ein Konto bei einer inländischen Wertpapierfirma eröffnen zu müssen. Dies ist eine Maßnahme, die im Rahmen der Aufnahme in den MSCI Developed Markets Index von Morgan Stanley Capital International (MSCI) geplant ist und als strategisch angesehen wird, um die Position des heimischen Finanzmarktes zu stärken.
Diese Reihe von Maßnahmen ist Teil der Doppelstrategie der Regierung, durch Steueranreize und institutionelle Verbesserungen Kapital in den Markt zu lenken und damit die Grundlage für die Erreichung des KOSPI 5000-Punkte-Levels zu legen. Der Fokus des Marktes liegt darauf, ob es im Vergleich zu kurzfristigen Einzelvorteilen gelingt, eine mittel- bis langfristige, strukturelle Veränderung im Vertrauen und in den Erwartungen der Marktteilnehmer zu bewirken.