BlockBeats Nachrichten, 13. Januar, mit dem nahenden Zwischenwahltermin in den USA interpretieren Wall Street-Trader Trumps jüngste wirtschaftliche Äußerungen als „weit gefasstes Wachstumssignal“ und setzen darauf, dass er vor November alles daran setzen wird, die Wirtschaft und den Konsum zu stimulieren, was sich positiv auf zyklische Vermögenswerte auswirken dürfte.
Marktteilnehmer weisen darauf hin, dass Trumps Kernziel darin besteht, die wirtschaftliche Aktivität und die Erschwinglichkeit des Lebens aufrechtzuerhalten, was sich in seiner kontinuierlichen Forderung nach Zinssenkungen und Vorschlägen zur Begrenzung der Kreditkartenzinsen widerspiegelt. Investmentbanken sind allgemein der Ansicht, dass diese politische Ausrichtung eher zyklische Sektoren wie Industrie, Rohstoffe und nicht-essentielle Konsumgüter begünstigt, anstatt defensive Aktien.
Raymond James erklärt in seinem neuesten Bericht, dass angesichts der erwarteten straffen Geld- und Fiskalpolitik sowie Trumps häufigen Signale zur Wachstumsförderung der Markt kaum auf eine gescheiterte wirtschaftliche Zykluswiederaufnahme setzen kann. UBS weist ebenfalls darauf hin, dass die entsprechenden Maßnahmen eher wahlkampfbedingt sind, wobei die Kernanliegen der Wähler weiterhin die Preise, das Wohnen, Benzin und die Zinssätze sind.
Obwohl Trumps Vorschlag zur Begrenzung der Kreditkartenzinsen zunächst Druck auf Bankaktien ausübte, ist UBS der Ansicht, dass diese Maßnahme, selbst wenn sie umgesetzt wird, vorübergehend und begrenzt sein könnte. Die langfristigen Auswirkungen auf den Finanzsektor sind kontrollierbar, und der Rückgang bei Bankaktien wird als Kaufgelegenheit gesehen. JPMorgan Chase ist ebenfalls optimistisch hinsichtlich zyklischer Aktien und erwartet, dass eine Abschwächung der Inflation im Jahr 2026 weiteren Spielraum für eine wirtschaftliche Belebung schafft, was dazu beitragen wird, zyklische Sektoren gegenüber dem Gesamtmarkt outperformen zu lassen.
Allerdings zeigt die Indexperspektive, dass der S&P 500 kurz davor steht, die 7000-Punkte-Marke zu erreichen. Historisch gesehen treten vor dem Durchbruch wichtiger runder Zahlen oft Volatilitäten und Korrekturen auf. BTIG weist darauf hin, dass bei den letzten fünf Versuchen, die Tausend-Punkte-Marke zu überschreiten, vier Mal eine Phase der Korrektur auftrat.
Insgesamt ist kurzfristig mit Marktschwankungen aufgrund politischer Unsicherheiten und der Quartalsberichterstattung zu rechnen, doch die meisten Institutionen sind weiterhin der Ansicht, dass zyklische Aktien aufgrund der Wachstumsförderung und der Verbesserung der Unternehmensgewinne eine wichtige Leitlinie in dieser Marktphase darstellen dürften.