Der Mitbegründer von Ethereum, Vitalik Buterin (V神), äußerte kürzlich seine Bedenken hinsichtlich der aktuellen Internetumgebung und glaubt, dass die zunehmende “Toxizität” auf den Übergang von dem gemeinnützigen, interessegetriebenen Modell von Web 1.0 zu der algorithmischen Push-, profitorientierten und zentralisierten Kontrolle von Web 2.0 zurückzuführen ist. Seine Ansichten haben die Diskussion darüber, wer tatsächlich das Internet kontrolliert und wie es das Nutzerverhalten beeinflusst, neu entfacht und bieten der Web3-Community eine theoretische Grundlage für den Aufbau eines gesünderen digitalen Raums.
Buterin verglich tiefgründig die beiden Hauptentwicklungsphasen des Internets, Web 1.0 und Web 2.0, um zu erklären, warum das aktuelle Online-Erlebnis so anders geworden ist.
In der frühen Web 1.0-Ära dominierte das Internet mit statischen Webseiten, die von Einzelpersonen oder kleinen Gemeinschaften betrieben wurden, und es gab kaum Druck auf die Rentabilität. “Webseiten hatten keinen starken Gewinnanreiz”, bemerkte Buterin, was den Inhalt reiner und ehrlicher machte. Benutzer mussten aktiv nach Inhalten suchen, die sie interessierten, und über Foren und Fachwebseiten mit Gleichgesinnten kommunizieren, was das Internet mit zielgerichteteren und tiefergehenden Interaktionen erfüllte.
Und das heutige Internet, die Ära von Web 2.0, ist völlig anders. Algorithmen dominieren die Inhaltsverteilung und schieben Inhalte passiv an die Nutzer. Dieses Modell hat kurze, emotionalisierte und trendverfolgende Inhalte hervorgebracht, da sie die breite Masse maximal ansprechen und die Online-Zeit der Nutzer verlängern können. Um es mit den Worten von Buterin auszudrücken, das heutige Internet ist “für die normalen Menschen gemacht”; es tendiert eher zu einfachen Memes und kurzen Videos als zu tiefgründigen Diskussionen.
Buterin glaubt, dass die gegenwärtige Krise des Internets nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen ist, sondern ein “Gemisch” aus verschiedenen Druckfaktoren darstellt, wobei zwei Treiber besonders hervorstechen:
Buterins Äußerungen sind nicht nur eine Kritik an der aktuellen Situation, sondern bieten auch eine theoretische Grundlage für die dezentralisierte Vision der Ethereum- und Web3-Community. Seine Ansichten heben genau die beiden Kernmängel von Web2 hervor: zentrale Kontrolle (von einer Handvoll Milliardären kontrollierte Plattformen) und ungesunde Anreizstrukturen (Plattformen profitieren und nicht die Nutzer).
Um diese Probleme zu lösen, arbeitet die Web3-Community daran, ein gesünderes Internet auf folgende Weise zu schaffen:
Buterins Einsichten offenbaren tiefgreifend die grundlegenden Widersprüche des aktuellen Internets: Einerseits die effiziente und bequeme Verbindung, andererseits die zunehmend ernsthaften “Vergiftungen” und Spaltungen. Seine Kritik ist nicht nur eine Beobachtung, sondern ein Aufruf an die Web3-Community. Diese Debatte darüber, wie man einen gesünderen und offeneren digitalen Raum schaffen kann, geht weiter und die endgültige Lösung könnte darin bestehen, die Kontrolle über das Internet wieder in die Hände jedes einzelnen Nutzers zu legen, um so das von zentralisierten Plattformen dominierte Zeitalter zu beenden.
Verwandte Artikel
ETH 15-Minuten-Anstieg um 0,72%: Großwal-Mittelzufluss und institutionelle Kaufverstärkung treiben Anstieg
Crypto Social Buzz: Bitcoin, Ethereum und aufstrebende Coins führen Diskussion an