Südkorea sendet bedeutende Signale für den Markt für Krypto-Assets. Laut lokalen Medienberichten von News1 hat die südkoreanische Regierung im kürzlich veröffentlichten Rahmen für die Wirtschaftsstrategie 2026 ausdrücklich die Förderung der Genehmigung von Bitcoin-Spot-ETFs angekündigt. Diese Maßnahme gilt als bedeutender Wendepunkt in der digitalen Finanzpolitik Südkoreas.
Laut offiziellen Dokumenten plant Südkorea, Investoren den Zugang zu Bitcoin über den traditionellen Wertpapiermarkt zu ermöglichen, ähnlich wie bei Aktien. Das bedeutet, dass Bitcoin-Spot-ETFs voraussichtlich zu konformen Finanzprodukten werden, die in das Mainstream-Investment-Ökosystem integriert sind. Bisher wurden entsprechende Produkte in Südkorea eingeschränkt, da digitale Vermögenswerte nicht in den offiziellen ETF-Asset-Katalog aufgenommen waren, doch diese Situation ändert sich.
Am 9. Januar veröffentlichte die südkoreanische Regierung offiziell den Wirtschaftsstrategiebericht 2026. Das Dokument zeigt, dass die Financial Services Commission (FSC) die Gestaltung der Regelungen für Bitcoin- und andere digitale Vermögenswerte-Spot-ETFs leiten wird und die relevanten Vorschriften im Rahmen des Kapitalmarktgesetzes neu prüft, um rechtliche Hürden für die Einführung von Krypto-ETFs zu beseitigen. Gleichzeitig hat die koreanische Börse bereits erklärt, dass ihr Handels- und Abwicklungssystem die technischen Voraussetzungen für solche Produkte erfüllt.
Die südkoreanische Regulierungsbehörde gibt an, die Funktionsweise der Bitcoin-Spot-ETFs in den USA und Hongkong zu untersuchen. Die Erfahrungen dieser Märkte hinsichtlich Liquidität, Investorenbeteiligung und Regulierungsrahmen werden als wichtige Referenz für die Entwicklung lokaler Regeln dienen. Bei erfolgreicher Umsetzung der Politik können Investoren in Südkorea indirekt durch regulierte Fonds Bitcoin halten, anstatt direkt in Krypto-Assets zu investieren.
Neben dem Bitcoin-ETF treibt Südkorea auch die zweite Phase der Regulierung für Stablecoins voran. Das neue Rahmenwerk wird die Erlaubnissysteme für die Ausgabe von Stablecoins, die 100%-ige Reserveanforderung, klare Rückgaberechte für Nutzer sowie grenzüberschreitende Überweisungsregeln umfassen. Stablecoins müssen durch Bankeinlagen oder Staatsanleihen gedeckt sein, um Sicherheit und Transparenz zu erhöhen.
Langfristige Pläne zeigen, dass Südkorea bis 2030 etwa 25% der Staatskasse digitalisieren will, um „Einlagen-Token“ für Regierungszahlungen und Abrechnungen einzuführen und ein öffentliches Digitalwallet-System zu entwickeln. Diese Reformen erfordern Änderungen an den Kernregelwerken wie dem „Bank of Korea Act“ und dem „Treasury Management Act“.
Im Kontext, dass über 10% der Weltbevölkerung an Krypto-Asset-Transaktionen beteiligt sind, hofft Südkorea, durch Bitcoin-Spot-ETFs und neue Stablecoin-Regelungen internationale Kapitalströme anzuziehen, heimische Gelder zu halten und seine führende Position im asiatischen digitalen Finanzsektor zu festigen. Bei erfolgreicher Gesetzgebung könnte der Bitcoin-Spot-ETF bis Ende 2026 offiziell auf den Markt kommen.
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