Mauladro vor der Verhaftung in den Stunden zuvor tauchten bei Polymarket verdächtige Wetten auf, was Bedenken hinsichtlich Insiderhandels aufkommen ließ. Ehemalige Mehrheitsfraktionsvorsitzende Nancy Pelosi und 30 weitere demokratische Abgeordnete unterstützen die Gesetzgebung, die Bundesbeamte verbieten soll, mit nicht öffentlichen Informationen in Vorhersagemärkten Gewinne zu erzielen.
(Frühere Zusammenfassung: US-Abgeordnete planen Gesetz gegen Insiderhandel bei Vorhersagemärkten! Polymarket verdächtigt, Datenlecks ausgenutzt zu haben, um Mauladro zu verhaften)
(Hintergrund: Daten: Vorhersagemärkte haben 10 Millionen US-Dollar vorzeitig „gespoilert“, dass Mauladro gestürzt wird)
Inhaltsverzeichnis
Unterstützt von Nancy Pelosi und 30 weiteren demokratischen Abgeordneten, die eine Gesetzesinitiative vorantreiben, die es gewählten Amtsträgern verbieten soll, in politischen Vorhersagemärkten zu wetten.
Dieses Gesetz mit dem Titel „Public Integrity in Financial Prediction Markets Act of 2026“ wurde am Freitag von dem demokratischen Abgeordneten Ritchie Torres aus New York offiziell eingebracht, wobei Pelosi diese Initiative maßgeblich mitgestaltet. Das Gesetz soll folgende Personen daran hindern, Prognoseverträge im Zusammenhang mit Regierungspolitik, Regierungsmaßnahmen oder politischen Ergebnissen zu kaufen, zu verkaufen oder zu tauschen:
Vorausgesetzt, diese Personen besitzen oder könnten durch ihre offizielle Position bedeutende nicht öffentliche Informationen rechtmäßig erlangen. Das Gesetz führt keine neuen Strafen ein, sondern will die bestehenden Insiderhandelsstandards klar auf den Bereich der Vorhersagemärkte ausdehnen.
Der Hintergrund dieser Gesetzesinitiative ist die zunehmende Besorgnis über Insiderhandel bei Vorhersagemärkten. Zuvor hatte ein Polymarket-Konto auf den Sturz des venezolanischen Ex-Präsidenten Mauladro (Nicolás Maduro) vor Ende des Monats gewettet und dabei 400.000 US-Dollar Gewinn gemacht.
Torres erklärt die Motivation für das Gesetz:
Ein neues Polymarket-Konto setzte eine große Wette auf den Sturz Mauladros vor Ende Januar 2026, obwohl die Wahrscheinlichkeit äußerst gering war. Wenige Stunden später kündigten US-Beamte an, dass Mauladro und seine Frau bei einer nächtlichen Razzia festgenommen wurden, die im Rahmen einer Koordination der Trump-Regierung durchgeführt wurde.
Neben Pelosi unterstützen auch der demokratische Abgeordnete Andre Carson aus Indiana und die demokratische Abgeordnete Rashida Tlaib aus Michigan die Gesetzesinitiative. Das Gesetz hat derzeit noch keine Unterstützung von Republikanern, doch Torres hofft, dass sich auch republikanische Kollegen anschließen.
Bemerkenswert ist, dass auch Tarek Mansour, CEO der regulierten Vorhersagemarkt-Plattform Kalshi, seine Unterstützung für das Gesetz bekundet hat und darauf hinweist, dass seine Plattform bereits ein Verbot von Insiderhandel umsetzt.
Gleichzeitig gibt es auch Gegenstimmen. Loxley Fernandes, CEO der Vorhersagemarkt-Plattform Dastan, meint, dass die Beteiligung von Insidern „weniger ein Fehler als vielmehr ein Merkmal“ sei:
Vorhersagemärkte sind eines der effektivsten Werkzeuge, um Insiderinformationen offenzulegen und die Effizienz sowie Geschwindigkeit der Informationsübertragung zu maximieren.
Derzeit sind Vorhersagemärkte noch fragmentiert in Bezug auf die Regulierung. Polymarket basiert auf einer Kryptowährungsplattform, bei der alle Transaktionen on-chain in USDC, einer Stablecoin, abgewickelt werden; Kalshi ist die erste von der CFTC regulierte Vorhersagemarkt-Plattform und hat kürzlich eine mehrjährige exklusive Partnerschaft mit CNBC geschlossen, um Echtzeit-Wahrscheinlichkeitsdaten in Fernsehsendungen zu integrieren.
Mit dem zunehmenden Einfluss von Vorhersagemärkten im US-amerikanischen Politik- und Finanzbereich markiert dieses Gesetz einen bedeutenden Wandel in der Haltung des Kongresses gegenüber dieser aufstrebenden Branche.