Nomura Securities Tochtergesellschaft Laser Digital beantragt eine Lizenz der National Trust Bank in den USA und plant den Start des Kryptowährungs-Spothandels. Mit Sony und WLF, die sich anschließen, wird der Einstieg von Krypto-Unternehmen in das Bankensystem zunehmend zur Trend, stößt aber auch auf Widerstand der traditionellen Bankenbranche.
Mit der sich freundlicher gestaltenden Regulierung im US-Kryptomarkt berichten ausländische Medien, dass die japanische Tochtergesellschaft Laser Digital von Nomura Securities beschlossen hat, in das US-Bankensystem einzusteigen.
Laut einem Bericht der Financial Times, der sich auf informierte Quellen stützt, hat Laser Digital offiziell bei der US-Behörde für Währungsaufsicht (OCC) eine Lizenz der National Trust Bank beantragt. Ein weiterer Insider bestätigte diese Nachricht gegenüber der Krypto-Medien** „The Block“****.**
Im Zuge der allmählichen Deregulierung suchen Krypto- und Fintech-Unternehmen aktiv nach Möglichkeiten, unter dem Rahmen der bundesweiten Bankenaufsicht zu operieren.
Wenn Laser Digital die nationale Banklizenz erfolgreich erhält, darf sie in den gesamten USA operieren, ohne einzelne Treuhandlizenzen in den Bundesstaaten beantragen zu müssen.
Insider berichten, dass Laser Digital nach Erhalt der Banklizenz nicht vorhat, Retail-Einlagen zu akquirieren, sondern plant, Dienstleistungen im Bereich Kryptowährungs-Spothandel anzubieten.
Gemäß der üblichen Praxis erteilt die OCC zunächst eine „bedingte Genehmigung“, wobei die Antragsteller bestimmte aufsichtsrechtliche Anforderungen in Bezug auf Kapital, Unternehmensführung und Compliance erfüllen müssen, um die endgültige Lizenz zu erhalten und den Geschäftsbetrieb aufzunehmen.
Bildquelle: Laser Digital Ausländische Medien berichten, dass die japanische Tochtergesellschaft Laser Digital von Nomura Securities offiziell bei der US-Behörde für Währungsaufsicht (OCC) eine Lizenz der National Trust Bank beantragt hat.
Neben Nomura streben auch andere japanische Tech-Giganten den Einstieg in den US-amerikanischen Markt an, darunter die Sony Group mit ihrer Tochter Sony Bank.
Bereits im Oktober 2025 hatte Sony Bank** über die Tochtergesellschaft Connectia Trust eine nationale Banklizenz bei der OCC beantragt, mit Plänen zur Ausgabe von Stablecoins und zur Bereitstellung digitaler Vermögensverwahrung.**
Kürzlich haben auch kryptobasierte Plattformen wie World Liberty Financial (WLF), die mit der Trump-Familie in Verbindung stehen, eine nationale Banklizenz beantragt und sich damit in die Reihe der Unternehmen eingereiht, die den Eintritt in das US-Bankensystem anstreben.
Derzeit haben mehrere Unternehmen, darunter Circle, Ripple, BitGo, Fidelity Digital Assets und Paxos, eine bedingte Genehmigung der OCC erhalten. Nach Erfüllung der letzten Anforderungen können sie unter der bundesweiten Aufsicht operieren.
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Allerdings stößt dieser Trend, dass Krypto-Unternehmen Banklizenzen beantragen, nicht auf uneingeschränkte Unterstützung. Die American Bankers Association (ABA) und andere Branchenverbände hatten bereits im Juli letzten Jahres die OCC gewarnt: Sie befürchten, dass die Erteilung von Banklizenzen an Digital-Asset-Unternehmen bedeutende politische und prozedurale Bedenken aufwirft und die Sicherheitsmechanismen der traditionellen Bankenbranche gefährden könnte.
Zudem hatte die Independent Community Bankers of America (ICBA) zuvor ebenfalls an die OCC geschrieben und die Ablehnung des Antrags von Sony Bank auf eine nationale Banklizenz gefordert, da das Unternehmen die üblichen aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen der traditionellen Banken nicht erfülle, aber dennoch Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte und Stablecoin-Emission anbiete.
Als Aufsichtsbehörde wird die OCC künftig abwägen müssen, wie sie auf den Widerstand der traditionellen Banken reagiert und gleichzeitig die potenziellen Innovationen durch digitale Vermögenswerte berücksichtigt.
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