Ein neuer Streit über die Skalierbarkeit und Dezentralisierung von Bitcoin hat auf X erneut für Aufsehen gesorgt und den XRP Ledger (XRPL) wieder ins Rampenlicht gerückt.
Es begann, nachdem Marshall Hayner, CEO von Metallicus und ein früher Bitcoin-Entwickler, sagte, dass Bitcoin seinen ursprünglichen technischen Visionen noch nicht gerecht geworden sei.
Seine Kommentare hatten Gewicht, weil er ein früher Bitcoin-Entwickler ist, der 2009 eine der ersten Bitcoin-Wallets für Facebook entwickelt hat. Er stellte die Skalierungsherausforderung von Bitcoin als unerledigte Aufgabe dar, nicht als gelöstes Problem.
Der ehemalige Ripple-Direktor Matt Hamilton schloss sich der Diskussion an und argumentierte, dass die Skalierungsprobleme von Bitcoin vor Jahren mit der Schaffung des XRP Ledger gelöst wurden.
Er schlägt vor, dass die frühen Bitcoin-Entwickler XRPL absichtlich so gestaltet haben, um die Grenzen von Bitcoin bei Geschwindigkeit, Gebühren und Transaktionskapazität anzugehen, und es somit eine direkte Reaktion auf Bitcoins Architektur ist, anstatt ein zufälliger Konkurrent.
Bemerkenswert ist, dass die Geschichte diese Behauptung stützt. Jed McCaleb, einer der frühesten Bitcoin-Entwickler und Gründer von Mt. Gox, co-schuf 2011 den XRP Ledger zusammen mit Arthur Britto und David Schwartz. McCaleb gründete später Ripple, damals bekannt als OpenCoin, bevor er schließlich Stellar ins Leben rief.
In der Zwischenzeit stellten Kritiker die Erzählung in Frage und behaupteten, dass XRP nicht dezentralisiert sei. Hamilton konterte und fragte, warum die Dezentralisierung immer noch umstritten ist, wenn XRPL mit unabhängigen Validatoren arbeitet und keine zentrale Mining-Behörde hat.
Andere Kritiker sagen, XRPL sei nur eine weitere Basisschicht-Blockchain mit eigenen Kompromissen und Unternehmenseinflüssen, anstatt eine echte Lösung für die Probleme von Bitcoin.
Einige Kommentatoren akzeptieren, dass XRPL existiert, weil Bitcoin nicht skalieren konnte, fragen sich aber, warum Bitcoin in 15 Jahren kein ähnliches Modell übernommen hat.
Unabhängig davon, ob XRPL dazu dient, Bitcoin zu ergänzen, besteht eine starke Rivalität zwischen den beiden Gemeinschaften. Bitcoin-Experten warnen oft vor Investitionen in XRP, da es als zentralisiert gilt und zum Scheitern verurteilt ist. Ebenso argumentieren XRP-Befürworter, dass XRP Bitcoin ersetzen und zum „globalen Standard“ werden könnte.
Doch eine wachsende Zahl von Kommentatoren sieht XRP und Bitcoin als komplementäre Akteure im Finanzwesen. So berichtete The Crypto Basic im Januar, dass Franklin Templeton sagte, XRP gewinne aufgrund von ETF-Aktivitäten, realer Nutzbarkeit und globaler Akzeptanz allmählich das Vertrauen institutioneller Investoren, ähnlich wie Bitcoin und Ethereum.
Im Oktober 2025 schloss sich der bekannte Bitcoin-Händler James Wynn der XRP-Community an, indem er 25 Millionen Dollar in XRP investierte. Wynn ist bekannt dafür, über 100 Millionen Dollar bei gehebelten Trades gewonnen und verloren zu haben. Er bezeichnete den Schritt als Wette, glaubt aber, dass XRP „die Banken revolutionieren könnte“.
Sein Beitrag unterstreicht das wachsende Interesse von Institutionen und prominenten Akteuren an XRP und signalisiert eine erneute Dynamik jenseits der Bitcoin-Fokussierung.
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