Vietnam stellt neues Krypto-Steuerrahmenwerk vor

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  • Krypto-Handel unterliegt einer persönlichen Steuer von 0,1 %; ausländische Investoren sind eingeschlossen—wie die Behandlung digitaler Münzen als Aktienhandel.

  • Unternehmen zahlen 20 % Steuer auf Krypto-Gewinne, müssen jedoch enorme Kapitalanforderungen erfüllen und strenge Vorschriften einhalten, um in Vietnam tätig zu sein.

  • Das Pilotprogramm beginnt im Januar 2026 mit der Lizenzvergabe für Börsen und schiebt den Krypto-Handel vom Plan in echte regulierte Märkte.

Vietnam reguliert seinen Kryptowährungsmarkt und schlägt ein Steuersystem vor, das digitale Vermögenswerte mit Wertpapierhandel in Einklang bringt. Das Finanzministerium hat einen Entwurf für eine Richtlinie veröffentlicht, die eine persönliche Einkommenssteuer von 0,1 % auf Krypto-Transaktionen durch lizenzierte Dienstleister vorsieht.

Die Steuer gilt auch für ausländische Investoren, die Transfers durchführen. Der Entwurf sieht außerdem vor, Krypto-Transfers von der Mehrwertsteuer zu befreien, was einen gezielten Ansatz signalisiert, der den bestehenden Regeln für Aktienhandel ähnelt. Folglich strebt das Land an, den Krypto-Handel zu formalisieren und verantwortungsbewusstes Marktwachstum zu fördern.

Der Entwurf definiert Krypto-Vermögenswerte als digitale Token, die auf kryptografischer oder ähnlicher Technologie basieren, um Ausgabe, Speicherung und Transfer zu verifizieren. Zudem unterliegen Unternehmen, die in Vietnam tätig sind, besonderen Regeln. Institutionelle Investoren, die Einkünfte aus Krypto-Transfers erzielen, zahlen eine Körperschaftsteuer von 20 %, berechnet nach Abzug der Anschaffungskosten und verwandter Ausgaben.

Es gibt jedoch eine strenge Anforderung für Firmen. Die Börse muss ein Stammkapital von mindestens 10 Billionen vietnamesischen Dong oder 408 Millionen US-Dollar vorweisen, was deutlich über den Anforderungen für Banken und die meisten anderen Branchen liegt. Die Grenze von 49 Prozent bleibt für ausländisches Eigentum bestehen.

Pilotprogramm und Lizenzvergabe

Vietnam startete im September 2025 ein fünfjähriges Pilotprogramm für einen regulierten Krypto-Markt. Bis Oktober 2025 hatten sich keine Unternehmen beworben, da die strengen Zulassungs- und Kapitalanforderungen erfüllt werden mussten. In diesem Zusammenhang hat das Finanzministerium auch Anträge für Betriebslizenzen für digitale Vermögensplattformen aufgenommen.

„Anträge für die oben genannten Verwaltungsverfahren werden ab dem 20. Januar 2026 entgegengenommen“, erklärte die Staatliche Wertpapierkommission Vietnams. Damit bewegt sich der regulatorische Rahmen vom Plan in die operative Realität.

Die Entwurfsregeln fördern gleichzeitig die Aufsicht, indem sie strenge Zugangsvoraussetzungen beibehalten. Unternehmen müssen die Kapitalanforderungen und Betriebsstandards erfüllen, bevor sie teilnehmen können. Zudem modelliert Vietnam seinen Markt durch die formale Gleichstellung von Krypto-Transaktionen mit Wertpapieren nach globalen Regulierungsstandards. Neben der Besteuerung schafft die Strategie auch eine klare rechtliche Definition für Krypto-Vermögenswerte.

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