BIS stellt Geldstatus von Stablecoins infrage und warnt vor Dollarisierungsrisiko in Schwellenländern

Laut BIS in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2026 fehlen Stablecoins echte monetäre Eigenschaften in Bezug auf Allgegenwärtigkeit, Widerstandsfähigkeit, Interoperabilität und Vollständigkeit; sie funktionieren eher wie ETF-Anteile als echte Zahlungsinstrumente. Globale Stablecoins haben einen Gesamtwert von rund 320 Milliarden US-Dollar, wobei über 99 % an den US-Dollar gebunden sind und von USDT und USDC dominiert werden.

Die BIS warnte, dass Schwellenländer einem Risiko der „Stablecoin-Dollarisierung“ ausgesetzt sind, bei dem Einwohner auf Dollar lautende Stablecoins als Wertaufbewahrungsmittel übernehmen, was potenziell Kapitalströme verändert und die geldpolitische Souveränität untergräbt. Die Bank empfahl, tokenisierte Zentralbankreserven, Geschäftsbankengeld und regulierte private Währungen über einen „Unified-Ledger“-Rahmen zu integrieren, verankert durch digitales Zentralbankgeld.

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