Gate News Nachrichten, 24. März: Der US-Spot-Bitcoin-ETF verzeichnete einen Nettozufluss von 167 Millionen US-Dollar, beendete damit drei aufeinanderfolgende Tage des Kapitalabflusses und sorgte für eine Erholung der Kapitalmärkte. Gleichzeitig kam es zu erheblichen Kapitalabflüssen aus dem Goldmarkt, wobei der SPDR Gold ETF (GLD) den höchsten monatlichen Kapitalabfluss verzeichnete, was auf eine sinkende Attraktivität traditioneller Sicherheitswerte hinweist.
Datenmäßig verzeichnete der Bitcoin-ETF bis zum 20. März vier aufeinanderfolgende Wochen mit Nettozuflüssen in Höhe von etwa 1,53 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich dazu verzeichnete der Ethereum-ETF am Montag einen Nettoabfluss von 16,18 Millionen US-Dollar und befindet sich bereits im vierten Tag des Kapitalabflusses, was auf eine Differenzierung der institutionellen Gelder zwischen den führenden Kryptowährungen hindeutet.
Auch die Korrelationen haben sich verändert. CryptoQuant-Daten zeigen, dass die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold zeitweise auf -0,88 gefallen ist, den niedrigsten Stand seit dem FTX-Ereignis 2022. Derzeit schwankt der Bitcoin-Preis über 70.000 US-Dollar, während Gold in einer Korrekturzone ist, was eine deutliche Divergenz in der Entwicklung beider Vermögenswerte bedeutet.
Makroökonomisch hält die Federal Reserve die Zinsen unverändert und erwartet, dass die Zinsen bis Ende 2026 bei etwa 3,4 % bleiben. Die höheren realen Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von zinsslosen Vermögenswerten und veranlassen einen Teil des Kapitals, von Gold in wachstumsorientierte Anlageklassen umzuschichten. Anfang März verzeichnete der GLD einen Tagesabfluss von 2,91 Milliarden US-Dollar; bis Mitte März belief sich der weltweite Goldfondsabfluss auf etwa 5,19 Milliarden US-Dollar.
Bitwise weist darauf hin, dass sich seit März die Performance von Bitcoin und den wichtigsten Kryptowährungen besser entwickelt hat als die US-Aktien und Gold. Historisch gesehen führt Gold die Entwicklung von Bitcoin in der Regel um etwa 4 bis 7 Monate an, doch ob diese Divergenz auf eine langfristige Kapitalverschiebung hindeutet, bleibt abzuwarten, insbesondere im Hinblick auf den Zinsverlauf und die Entwicklungen im Nahost-Konflikt.