BlackRock empfiehlt eine Bitcoin-Allokation von 1 bis 2 %, doch der Hype um KI hat zu Abflüssen aus Bitcoin-ETFs in Folge von 45 Tagen geführt.

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BlackRock hat am 23. Juni über seine offiziellen Social-Media-Kanäle gepostet und empfohlen, dass Finanzberater rund 1% bis 2% ihres Portfolios in Bitcoin allokieren. Der Leiter für digitale Vermögenswerte bei BlackRock, Robbie Mitchnick, sagte jedoch, dass der Hype um Investitionen in KI Kapital aus Bitcoin, Gold und anderen Vermögenswerten abziehe. Die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen seit mehr als 45 Tagen Mittelabflüsse, insgesamt über 7,8 Milliarden US-Dollar.

BlackRock: 1%-2% Bitcoin-Allokation kann die Rendite verbessern, Posting verlinkt zur IBIT-Produktseite

Laut der Beschreibung in BlackRocks offizieller Social-Media-Post (die Investoren dazu anleitet, die Kommentare von Michael Gates zu lesen) richtet sich die 1%-2%-Bitcoin-Allokation an Finanzberater. Der Grund: Dieser Anteil könne die Diversifizierung und Rendite des Portfolios verbessern, ohne das Risiko deutlich zu erhöhen. BlackRock bezeichnete die Rolle von Bitcoin im Portfolio als „sich ständig weiterentwickelnd“.

Mitchnick sagte: „Der Aufschwung bei der Entwicklung von künstlicher Intelligenz nimmt zweifellos die Aufmerksamkeit vieler Menschen ein.“ Gleichzeitig betonte er, dass dieser Mittelumschichtungs-Trend nicht nur Krypto betreffe, sondern auch andere Nicht-KI-Vermögenswerte wie Gold und Edelmetalle.

Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen seit über 45 Tagen Mittelabflüsse, kumuliert über 7,8 Milliarden US-Dollar

Nach Berichten verzeichnen die in den USA gelisteten Spot-Bitcoin-ETFs seit mehr als 45 Tagen durchgehend Mittelabflüsse; die kumulierten Abflüsse liegen bei über 7,8 Milliarden US-Dollar. IBIT (iShares Bitcoin Trust) hält seit seiner Einführung im Januar 2024 aktuell weiterhin nahezu 49 Milliarden US-Dollar an Nettovermögen; laut SoSoValue-Daten gab es am 22. Juni zudem am selben Tag ebenfalls Mittelabflüsse.

SpaceX‘ jüngstes IPO und das unmittelbar bevorstehende IPO von Anthropic (laut Berichten mit einem Zielwert von 1 Billion US-Dollar) gelten als im Wettbewerb um denselben Kreis institutioneller Gelder, der zuvor in Krypto-Produkte geflossen war.

Mitchnick: US-Staatsschuldenniveau und Bundesdefizit sind die grundlegenden Treiber für künftige Bitcoin-Nachfrage

Laut Mitchnicks Aussage hält er den aktuellen Trend zu Mittelabflüssen für vorübergehend und nannte das US-Staatsschuldenniveau sowie das Bundesdefizit als „am wahrscheinlichsten die Nachfrage nach Bitcoin im Verlauf des nächsten Jahres wieder neu anzufeuern“. Er sagte: „Je größer die Sorge der Menschen über das Niveau der Kreditaufnahme und das Risiko einer Geldmengenausweitung ist, desto eher wird das letztlich zum wichtigsten grundlegenden Treiber für die Zukunft.“

Mitchnick wies außerdem darauf hin, dass Bitcoin wie Gold „negativ mit dem Zinsrisiko korreliert“. Auch die Zunahme der politischen Debatten über Fiskalpolitik rund um die Zwischenwahlen in den USA könne ein erneuter Auslöser für die Nachfrage sein. Das sind alles persönliche Analyseansichten von Mitchnick.

FAQ

Für wen ist der konkrete Anwendungsfall der BlackRock-Empfehlung zur 1%-2%-Bitcoin-Allokation?

Laut der in dem Posting vom 23. Juni 2026 dargelegten Beschreibung richtet sich die Empfehlung vor allem an Finanzberater und deren verwaltete Kundenportfolios; zudem wird auf die IBIT-Produktseite verwiesen. BlackRock positioniert Bitcoin als „ergänzendes Instrument“ zur Verbesserung der Portfoliodiversifizierung, nicht als Kernbestand. BlackRock verwaltet über 12 bis 14 Billionen US-Dollar an Vermögenswerten; selbst bei einer Quote von 1% bis 2% wäre das ein beträchtliches Volumen an Zuflüssen in Krypto.

Wie sind die Struktur und das Ziel des BITA ETF (iShares Bitcoin Premium Income ETF)?

Laut der Darstellung von BlackRock wurde BITA am 16. Juni aufgelegt. Es handelt sich um einen gedeckten Call-Optionsfonds, der jeden Monat Optionen auf etwa ein Viertel bis ein Drittel seiner Bitcoin-Bestände verkauft, um Einnahmen zu generieren. Das jährliche Renditeziel liegt bei 15% bis 25%; dafür müssen Anleger jedoch auf rund 30% des Aufwärtspotenzials von Bitcoin verzichten. Die Gebühr beträgt 0,65%, das anfängliche Nettovermögen liegt bei etwa 10,5 Millionen US-Dollar. Zielkunden sind unter anderem Finanzberater, Versicherungsunternehmen und Rentenfonds, also Institutionen, die Krypto aufgrund fehlender Cashflows meiden.

Worauf bezieht sich Jacobs Aussage von der „großen Verschmelzung von traditionellem Finanzwesen und DeFi“?

Laut Ausführungen von Jay Jacobs, dem Leiter für US-Aktien-ETFs bei BlackRock, im Cointelegraph-Podcast halten rund 75% der IBIT-Käufer vor dem Kauf des Bitcoin-Fonds zuvor noch nie irgendeinen ETF. Diese Investoren mit ihrer ersten ETF-Position wechselten später zu Investitionen in BlackRocks S&P-500-Fonds, Goldfonds und AI-Fonds. Das zeigt, dass Krypto als Einstieg neue Mittel in eine breitere Ökologie traditioneller Anlageprodukte hineinführt.

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