Laut South China Morning Post veröffentlichten chinesische Polizeibeamte am 4. Juni ein Fachpapier, in dem Methoden zur Verfolgung und Beschlagnahmung von Kryptowährungen im Zusammenhang mit Straftaten detailliert beschrieben werden. Das Papier, verfasst von Beamten des Wenzhou Public Security Bureau und der Provinzpolizei Zhejiang, erschien in der Fachzeitschrift Criminal Technique.
Der Bericht skizziert einen dreistufigen Prozess: Auffinden von privaten Schlüsseln und Seed-Phrasen, die auf Geräten von Verdächtigen gespeichert sind, mithilfe forensischer Software; Nachverfolgung von Geldflüssen über Blockchains durch Analyse von Transaktionsgebühren und Börsenaufzeichnungen; sowie die Übertragung beschlagnahmter Vermögenswerte auf Multi-Signatur-Wallets unter Polizeikontrolle oder das Einfrieren von Börsenkonten. Das Papier betont interne Überwachungsmechanismen, um Missbrauch durch Ermittler zu verhindern.