Laut Jin10 fiel der Euro am 23. Juni auf den niedrigsten Stand seit August, da schwache Konjunkturdaten und dovishe Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Stimmung belasteten. Die Wirtschaftsaktivität im deutschen Privatsektor sowie in Frankreich schrumpfte; die Währung berührte zudem intraday Tiefs. Die Optionsmärkte zeigten, dass Anleger beim Euro bearish eingestellt waren – auf dem höchsten Niveau seit über drei Monaten.
Lagarde sagte am Montag, dass die EZB nicht auf die Auswirkungen regionaler Konflikte mit einer stärker hawkischen Reaktion reagieren müsse. Ihre Einschätzungen standen laut Francesco Pesole, Währungsstratege bei ING, in starkem Kontrast zu den stärkeren Inflationssignalen, die Fed-Vorsitzender Jerome Powell letzte Woche geäußert hatte.