Laut BlockBeats hoben und senkten am 21. Juni die 52 zentralen Banken, die verfolgt wurden, zum ersten Mal seit Anfang 2021 im Mai in exakt gleicher Anzahl jeweils 26 Institutionen die Zinsen an bzw. senkten sie. Das markiert eine bedeutende Wende in der globalen Geldpolitik. Zuvor hatten Zentralbanken, die die Zinsen senkten, diejenigen mit Zinserhöhungen nahezu zwei Jahre lang in der Überzahl. Das letzte Mal, dass sich dieses Verhältnis ausglich, war Anfang 2021; anschließend folgte ein dreijähriger Straffungszyklus, der sich im zweiten Quartal 2022 seinen Höhepunkt nahm. Damals lagen Zentralbanken mit Zinserhöhungen um 28 über denen mit Zinssenkungen.
Die Europäische Zentralbank erhöhte in der vergangenen Woche die Zinsen um 25 Basispunkte auf 2,25%, das erste Mal seit September 2023. Gleichzeitig hob die Zentralbank Japans am Dienstag die Zinsen um 25 Basispunkte auf 1,0% an, den höchsten Stand seit 1995. Es zeichnet sich offenbar ein neuer globaler Straffungszyklus ab.