Gold notierte am Mittwoch höher, nachdem ADP meldete, dass im September 98.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden, was unter dem Konsens von 105.000 lag. Die schwächeren Arbeitsmarktdaten stützten das Edelmetall, wobei Spotgold bei 4.026,83 US-Dollar je Unze gehandelt wurde, ein Plus von 0,48 % am Tag. Das Verfehlen der Prognosen bei der Schaffung von Arbeitsplätzen signalisierte eine anhaltende Schwäche des Arbeitsmarktes, so Dr. Nela Richardson, Chefvolkswirtin von ADP, die anmerkte, dass sowohl Angebots- als auch Nachfragefaktoren die Einstellungen verlangsamen. Der Bericht zeigte eine uneinheitliche Sektorenentwicklung: Finanzaktivitäten und Informationsbranche legten zu, während Freizeit und Gastgewerbe den sechsten Monat in Folge schwache Einstellungen verzeichneten.
ADP meldet 98.000 neue Arbeitsplätze im September – unter den Prognosen
ADP gab am Mittwoch bekannt, dass im September 98.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden, was den Konsens von 105.000 Arbeitsplätzen verfehlte. Die Zahl für Mai blieb mit 122.000 Nettoarbeitsplätzen gegenüber der ersten Lesung unverändert.
„Das Tempo der Einstellungen erzählt eine Geschichte von Angebot und Nachfrage“, sagte Dr. Nela Richardson, Chefvolkswirtin bei ADP. „Wir wissen, dass Menschen länger brauchen, um Arbeit zu finden, aber es gibt auch Anzeichen für Arbeitskräfteengpässe in bestimmten Branchen. Der Gesamteffekt ist derzeit eine Verlangsamung der Schaffung von Arbeitsplätzen.“
Gold erreicht 4.026,83 US-Dollar je Unze aufgrund schwächerer Arbeitsmarktdaten
Der Goldmarkt blieb nach der Veröffentlichung der Beschäftigungsdaten nahe den Tagesspitzen. Spotgold wurde zuletzt bei 4.026,83 US-Dollar je Unze gehandelt, ein Plus von 0,48 % am Tag.
Petros Pantzari, Chefhändler bei Monaxa, sagte gegenüber Kitco News, der ADP-Bericht sei „weich für den Dollar und goldstützend“. „Ein kühlerer Arbeitsmarktbericht signalisiert Händlern, dass der US-Arbeitsmarkt an Dynamik verliert, was die Renditen von Staatsanleihen senken und die Erwartungen verstärken kann, dass die Fed möglicherweise eine taubenhaftere Haltung einnehmen muss“, sagte er. „Das setzt in der Regel den US-Dollar unter Druck, während Gold Zuspruch findet, da niedrigere Renditen die Kosten für das Halten von nicht verzinslichen Vermögenswerten senken. Der entscheidende Vorbehalt: Wenn die Märkte dies eher als Wachstumsangst denn als reine Fed-Erleichterung interpretieren, könnte der Dollar etwas sichere-Hafen-Unterstützung finden – aber die klare unmittelbare Reaktion ist Dollar schwach, Gold stark.“
Finanzaktivitäten legen zu, während der Freizeitsektor den sechsten Monat der Schwäche zeigt
Der ADP-Bericht stellte fest, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen im Juni uneinheitlich war. Finanzaktivitäten und die Informationsbranche gehörten zu den Sektoren, die Arbeitsplätze gewannen. Freizeit und Gastgewerbe verzeichneten den sechsten Monat in Folge schwache Einstellungen, so der Bericht.
FAQ
Wie viele Arbeitsplätze wurden laut ADP im September geschaffen?
ADP meldete 98.000 neue Arbeitsplätze im September, was unter dem Konsens von 105.000 lag.
Wie hoch war der Goldpreis nach dem ADP-Arbeitsmarktbericht?
Spotgold notierte bei 4.026,83 US-Dollar je Unze, ein Plus von 0,48 % am Tag, nachdem die Beschäftigungsdaten schwächer als erwartet ausgefallen waren.
Welche Sektoren zeigten im ADP-Bericht schwache Einstellungen?
Freizeit und Gastgewerbe verzeichneten den sechsten Monat in Folge schwache Einstellungen, während Finanzaktivitäten und die Informationsbranche zu den Gewinnern gehörten.