Der Nationale Business-Pensionsfonds Japans mit Sitz in der Stadt Okayama plant, im Geschäftsjahr 2026 1% seines Portfolios in Kryptowährungen zu investieren, im Gegenwert von ungefähr 1,36 Millionen US-Dollar, über passive Multi-Asset-Hedge-Fonds. Der Fonds senkt seine Yen-Exponierung von 80% auf 70%, um sich gegen einen schwächeren Yen und einen möglicherweise rückläufigen Status der Dollar-Reserve abzusichern. Die Entscheidung folgt auf die Verabschiedung eines Gesetzes zum Financial Instruments and Exchange Act (FIEA) in Japan am 11. Juni, das die Aufsicht über Krypto vom Payment Services Act verlagert und künftig Krypto-Exchange-Traded Funds (ETFs) ermöglichen könnte.
Laut einem Bericht der Nikkei Shimbun verwaltet der Fonds etwa 21,3 Milliarden Yen bzw. rund 136 Millionen US-Dollar. Er betreut rund 1.200 kleine und mittlere Unternehmen und mehr als 20.000 Mitglieder. Eine 1%-Allokation entspricht ungefähr 213 Millionen Yen bzw. etwa 1,36 Millionen US-Dollar. Der Fonds kauft Krypto nicht direkt — die Exponierung kommt über passive Multi-Asset-Fonds, die von großen Hedge-Fonds betrieben werden und verschiedene Kryptowährungen halten. Der Fonds hat nicht offengelegt, welche Tokens diese Produkte enthalten.
Fonds senkt Yen-Exponierung zur Absicherung des Währungsrisikos
Fondsverantwortliche sagen, die Maßnahme diene dem Schutz vor einem schwächeren Yen und einem möglicherweise weniger dominanten Dollar, nicht der Jagd nach kurzfristigen Gewinnen. Der Fonds reduziert seine Yen-Exponierung von 80% auf 70% im Geschäftsjahr 2026, während er 10% zu Währungen entwickelter Märkte hinzufügt und etwa 5% zusammen für Währungen von Schwellenmärkten, Gold und Krypto bereitstellt.
Aiyu Kiguchi, der geschäftsführende Direktor für den operativen Bereich des Fonds, sagte, die Eigenschaft des Dollars als Basiswährung könne schwächer werden. Krypto sei ins Portfolio aufgenommen worden, weil es eine geringe Korrelation zum Dollar-Index aufweise, so die Verantwortlichen. Sie rahmten dies als Absicherung gegen eine Währungsabwertung statt als Wette auf den Preis. Der Fonds habe sechs Jahre damit verbracht, alternative Assets zu erforschen, bevor er diesen Schritt ging. Die Verantwortlichen kamen zu dem Schluss, dass sich Krypto-Märkte weiterentwickelt haben — mit tieferer Liquidität und einer breiteren Basis an Investoren als in früheren Jahren.
Finanzierungsquote über 140% unterstützt Allokation
Die finanzielle Lage des Fonds unterstützt den Schritt. Die Finanzierungsquote liegt bei über 140%, und die effektive Eigenkapitalquote bei über 30% — beides Hinweise auf einen gut kapitalisierten Plan, der eine kleine Allokation in volatile Assets absorbieren kann, ohne die Mitgliedervorteile zu gefährden.
Japans FIEA-Gesetz am 11. Juni verabschiedet
Die Allokation erfolgt parallel zu regulatorischen Änderungen, die bereits auf dem Weg sind. Japans Abgeordnetenhaus hat am 11. Juni einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Aufsicht über Krypto vom Payment Services Act zum Financial Instruments and Exchange Act verlagern würde — ein Wandel, der den Weg für Krypto-ETFs öffnen könnte. Die Osaka Exchange hat außerdem eine Markteinführung von Bitcoin-Futures für 2028 ins Visier genommen, und große Brokerages wie SBI, Rakuten, Nomura und Daiwa bereiten kryptoinklusive Investmentfonds vor.
Allokationshöhe und Marktauswirkungen
Mit 1,36 Millionen US-Dollar ist die Allokation zu klein, um die Krypto-Preise allein nennenswert zu bewegen. Es handelt sich um eine der ersten öffentlich bekannt gemachten Krypto-Allokationen durch einen japanischen Unternehmenspensionsfonds, und sie könnte andere inländische Institutionen dazu veranlassen, ähnliche Schritte zu prüfen, während sich Japans regulatorischer Rahmen rund um Krypto weiter formt.
FAQ
Worauf allokiert der Nationale Business-Pensionsfonds Kryptowährungen?
Der Fonds plant, im Geschäftsjahr 2026 1% seines Portfolios in Kryptowährungen zu investieren, im Gegenwert von ungefähr 1,36 Millionen US-Dollar, über passive Multi-Asset-Hedge-Fonds, die von großen Hedge-Fonds betrieben werden.
Warum reduziert der Fonds seine Yen-Exponierung?
Der Fonds reduziert die Yen-Exponierung von 80% auf 70%, um sich gegen einen schwächeren Yen und einen möglicherweise rückläufigen Status der Dollar-Reserve abzusichern. Verantwortliche nennen die schwächere Eigenschaft des Dollars als Basiswährung sowie die geringe Korrelation von Krypto zum Dollar-Index als Gründe für die Allokation.