Gate News Nachricht, 24. April — Ein Bundesrichter hat Betrugsvorwürfe zurückgewiesen, die Elon Musk in seiner Klage gegen OpenAI, Sam Altman, Greg Brockman und Microsoft erhoben hatte, und damit den Weg frei gemacht, dass der Fall vor Gericht mit zwei verbleibenden Vorwürfen weitergeführt wird: Verletzung eines wohltätigen Treuhandverhältnisses und ungerechtfertigte Bereicherung. Der US-Bezirksrichter Yvonne Gonzalez Rogers erließ die Entscheidung in Oakland, Kalifornien. Die Auswahl der Geschworenen beginnt am Montag (28. April), mit Eröffnungsplädoyers, die für Dienstag (29. April) erwartet werden.
Musk' Klage enthielt ursprünglich 26 Ansprüche, die im November 2024 eingereicht worden waren; vor der Entscheidung am Freitag blieben nur vier übrig. Die verbleibenden Vorwürfe drehen sich um Musks Behauptung, OpenAI habe seine Nonprofit-Mission verletzt, als es 2019 eine gewinnorientierte Tochtergesellschaft gründete, nachdem Musk den Vorstand verlassen hatte. Musk fordert $150 Milliarden an Schadensersatz; die Mittel sollen für den gemeinnützigen Zweig von OpenAI bestimmt sein. Außerdem hat er die Entfernung von Altman und Brockman aus ihren Rollen sowie eine Rücknahme der auf Gewinne ausgerichteten Umstrukturierung von OpenAI gefordert.
OpenAI, das inzwischen auf mehr als $850 Milliarden bewertet wird, hat die Klage als „grundlos“ bezeichnet und sie als „Belästigungskampagne“ beschrieben. Die zeitliche Einordnung ist bedeutsam: OpenAI prüft einen möglichen Börsengang in der vierten Jahreshälfte, während Musk SpaceX auf einen Rekord-IPO vorbereitet. Zusätzlich haben xAI und X separate Kartellklagen gegen OpenAI und Apple eingereicht; eine Anhörung in diesem Verfahren ist für Mai in Texas angesetzt. Musk war Mitbegründer von OpenAI im Jahr 2015, bevor er 2023 xAI als Wettbewerber startete; xAI hat sich kürzlich in einem Deal mit SpaceX zusammengeschlossen, der das kombinierte Unternehmen mit 1,25 Billionen US-Dollar bewertet.