Raoul Pal enthüllt die Zwei-Standardabweichungs-Regel für den Krypto-Handel

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Raoul Pal, CEO von Real Vision und Krypto-Analyst, erklärte in einem Interview, dass aktives Trading in volatilen Kryptomärkten emotional belastend und ineffizient im Vergleich zu langfristigen Haltestrategien sei. Pal argumentierte, dass Trader, die versuchen, Marktschwankungen zu timen, langfristig meist die Verlierer seien, und berief sich dabei auf jahrzehntelange Erfahrungen der legendären Trader Peter Brandt und der Chicagoer Pit-Trader, die Market Timing als ineffektiv befanden. Die Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, da die Krypto-Marktkapitalisierung bei rund 2,16 Billionen US-Dollar liegt und Bitcoin zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei etwa 60.162 US-Dollar notiert.

Raoul Pal kritisiert aktives Trading in Kryptomärkten

Pal erklärte, dass die Volatilität von Kryptowährungen das Trading nicht profitabler mache. „Es sei denn, du glaubst plötzlich, dass Krypto nie wieder zurückkommt, nie wieder genutzt wird – was einfach so unwahrscheinlich ist“, sagte Pal in dem Interview.

Pal verwies auf den legendären Trader Peter Brandt, der seit über vier Jahrzehnten handelt und kurzfristiges Trading als schlechten Weg zum Lebensunterhalt bezeichnet. „Pit-Trader aus Chicago, trotz jahrzehntelanger Erfahrung, kamen weitgehend zum gleichen Ergebnis: Market Timing ist emotional belastend und ineffizient, verglichen mit dem einfachen Halten einer Position durch einen säkularen Bullenmarkt“, so Pal.

Pal beschreibt Zwei-Standardabweichungs-Tradingregel

Pal beschrieb einen Trading-Ansatz, der auf statistischen Extremen basiert, anstatt ständig den Markt zu timen. Käufe werden attraktiv, wenn eine Position auf ihrem langfristigen Trend zwei Standardabweichungen überverkauft ist, während Teilverkäufe sinnvoll sind, wenn sie zwei Standardabweichungen überkauft ausschlägt.

Außerhalb dieser Extreme lautete Pals Rat: Nichts tun und den Trend laufen lassen. Nach dieser Berechnung wären sinnvolle Portfolioaktionen vielleicht nur zwei- oder dreimal alle fünf Jahre nötig.

„Alle haben ihre zwei Standardabweichungen auf ihrem Log-Trend durchgemacht – dem langfristigen. Jetzt musst du dir die wirklich schwierige Frage stellen, ob sie noch längere Zeit an die Grenze stoßen können“, fügte Pal hinzu.

Portfoliomanagement bei 60–80 % Drawdowns

Pal erklärte, dass Portfolioschmerzen von 60 % bis 80 % seine Überzeugung nicht erschüttern, solange sich die langfristige These nicht geändert hat. Das Leben von einem separaten Einkommen und Gehalt, anstatt auf Portfolio-Gewinne zur Deckung der Ausgaben angewiesen zu sein, wurde als Hauptgrund genannt, warum emotionale Schwankungen keine Entscheidungen diktieren.

Pal verglich die aktuellen KI-getriebenen Marktbewertungen mit dem Aufkommen des Internets und bezeichnete den gegenwärtigen Moment als potenziell größer im Umfang. Pal verwies auf Umsatzwachstum – nicht nur Bewertungsmultiplikatoren – bei Unternehmen wie Anthropic und Google als Beleg dafür, dass der Wandel real sein könnte und nicht nur spekulative Übertreibung.

FAQ

Welche Tradingregel beschrieb Raoul Pal für Kryptomärkte?
Pal beschrieb ein Framework, bei dem Käufe attraktiv werden, wenn eine Position auf ihrem langfristigen Trend zwei Standardabweichungen überverkauft ist, und Teilverkäufe sinnvoll sind, wenn sie zwei Standardabweichungen überkauft ausschlägt. Außerhalb dieser Extreme riet Pal, nichts zu tun und den Trend laufen zu lassen.

Warum glaubt Raoul Pal, dass aktives Trading in Kryptomärkten ineffektiv ist?
Pal erklärte, dass aktives Trading emotional belastend und ineffizient sei im Vergleich zum einfachen Halten einer Position durch einen säkularen Bullenmarkt. Pal berief sich auf den legendären Trader Peter Brandt und Chicagoer Pit-Trader, die Market Timing trotz jahrzehntelanger Erfahrung als ineffektiv befanden.

Wie geht Raoul Pal mit Portfolio-Drawdowns von 60–80 % um?
Pal erklärte, dass Portfolioschmerzen von 60 % bis 80 % seine Überzeugung nicht erschüttern, wenn sich die langfristige These nicht geändert hat. Pal verwies darauf, dass er von einem separaten Einkommen und Gehalt lebe, anstatt auf Portfolio-Gewinne zur Deckung der Ausgaben angewiesen zu sein – dies sei der Grund, warum emotionale Schwankungen keine Entscheidungen diktieren.

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