TD Cowen-Analyst Gregory Williams wies in einem aktuellen Bericht vom 25. Juni darauf hin, dass T-Mobile (TMUS) die „klarste Übernahmeoption“ sei, falls SpaceX keine Ground-Spectrum-Großhandelsverträge mit großen Telekommunikationsanbietern wie AT&T, Verizon und T-Mobile aushandeln könne – inklusive Schulden auf etwa 320 Milliarden US-Dollar geschätzt.
TD Cowen-Bericht: T-Mobile bietet vier einzigartige Vorteile
Williams Bericht führt im Einzelnen aus:
· T-Mobile trägt im Gegensatz zu AT&T oder Verizon keine massive Festnetzinfrastruktur, was die Integration vereinfacht;
· T-Mobile hat mit SpaceXs Starlink D2D-Dienst, der im Juli 2025 kommerziell gestartet ist (zunächst SMS, später Datenübertragung), bereits eine Zusammenarbeitsebene;
· Die Muttergesellschaft Deutsche Telekom ist in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Märkten präsent – nach einer Übernahme stünde gleichzeitig ein Sprungbrett nach Europa zur Verfügung;
· T-Mobile hat sich langfristig als „Disruptor“ im US-Telekommunikationsmarkt positioniert, was gut zur Unternehmenskultur von SpaceX passt.
Spacex’ Börsenzulassungsprospekt hat Starlink Mobile bereits als direkten Konkurrenten von Verizon, AT&T und T-Mobile positioniert – die strategische Richtung geht vom reinen Satelliten-Breitband zur „Satelliten- und terrestrischen Hybrid-Konnektivitätsplattform“.
Spacex hat IPO-Finanzierung von 86 Milliarden und 25 Milliarden Investment-Grade-Anleihen abgeschlossen
Die jüngsten Finanzbewegungen von SpaceX verstärken die Übernahmespekulationen:
· IPO-Finanzierung: 86 Milliarden US-Dollar;
· Erstausgabe von Investment-Grade-Anleihen am 24. Juni 2026 mit einem Marktauftragsvolumen von 89 Milliarden US-Dollar (fast 4-fache Überzeichnung), tatsächlich begeben 25 Milliarden US-Dollar;
· Übernahme von EchoStar für 17 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, damit wichtige terrestrische Funklizenzen erworben;
· Zudem läuft eine vollständig aktienbasierte Übernahme des KI-Code-Tools Cursor.
Insgesamt schätzt der Markt, dass SpaceX theoretisch über etwa 111 Milliarden US-Dollar an verfügbaren Mitteln verfügt.
Die drei großen Telekommunikationsanbieter haben bereits ein Joint Venture gegründet
Williams Bericht steht vor drei realen Hürden: Erstens beträgt die Finanzierungslücke fast das Dreifache (111 Mrd. vs. 320 Mrd. US-Dollar); zweitens erklärte Telekomanalyst Roger Entner (Recon Analytics) im Juni 2026 klar, dass Musks Stil „von Grund auf aufbauen“ und nicht bestehende Anbieter übernehmen sei; drittens haben AT&T, T-Mobile und Verizon am 14. Mai 2026 zum ersten Mal in der Geschichte ein Joint Venture gegründet, um ihre Spektrumsressourcen zu bündeln und Starlink D2D entgegenzutreten.
Es muss betont werden: SpaceX hat weder angekündigt noch wurde berichtet, dass es eine Übernahme von T-Mobile anstrebt. Williams Bericht ist eine strategische Analyse, die den optimalen Weg untersucht, falls SpaceX schnell an terrestrisches Spektrum gelangen wollte – kein bekanntes Geschäftsvorhaben.
Häufig gestellte Fragen
Warum hält Williams T-Mobile für übernahmewürdiger als AT&T und Verizon?
Williams Bericht nennt vier Gründe: T-Mobile hat keine Festnetzinfrastruktur (geringe Integrationskomplexität); hat bereits mit SpaceX Starlink D2D zusammengearbeitet, das seit Juli 2025 kommerziell aktiv ist; die Muttergesellschaft Deutsche Telekom ist in Europa breit aufgestellt; die Unternehmenskultur passt gut zu SpaceX. Diese vier Vorteile können AT&T und Verizon nicht gleichzeitig bieten.
Reichen SpaceX’ derzeitige Finanzmittel für eine 320-Milliarden-Übernahme?
Der Markt schätzt SpaceX’ theoretisch verfügbare Mittel auf etwa 111 Milliarden US-Dollar – bei einer Unternehmensbewertung von T-Mobile (inklusive Schulden) von 320 Milliarden US-Dollar ergibt sich eine fast dreifache Lücke. AT&T, T-Mobile und Verizon haben am 14. Mai 2026 ein Joint Venture gegründet, um Starlink D2D zu begegnen, was das Übernahmeumfeld weiter verkompliziert.
Hat SpaceX bereits einen Plan zur Übernahme von T-Mobile angekündigt?
Nein. SpaceX hat weder angekündigt noch wurde berichtet, dass es eine Übernahme von T-Mobile anstrebt. Williams Bericht ist eine strategische Analyse, die den optimalen Weg untersucht, falls SpaceX schnell an terrestrisches Spektrum gelangen wollte – kein bekanntes Geschäftsvorhaben.