Token zwei Monate zehnfach: Die Mining-Angst und Preiserhöhungslogik auf dem OpenClaw-Roundtable des Zhongguancun-Forums

Laut der Überwachung von 1M AI News veranstaltete Yang Zhilin, Gründer von The Dark Side of the Moon, auf dem Zhongguancun Forum 2026 eine Roundtable-Diskussion zum Thema OpenClaw und Open Source KI. Gäste waren unter anderem Zhang Peng, CEO von Zhipu Huazhang, Xia Lixue, Mitbegründer und CEO von Wuwen Xinqiong, einem Unternehmen für KI-Recheninfrastruktur, Luo Fuli, Leiterin des Mimo-Models bei Xiaomi, sowie Huang Chao, Assistenzprofessor an der Universität Hongkong. Dabei wurden die drei Ebenen Modelle, Recheninfrastruktur und Agenten-Anwendungen behandelt.

Xia Lixue präsentierte eine anschauliche Statistik: Seit Ende Januar verdoppelt sich die Token-Nutzung bei Wuwen Xinqiong alle zwei Wochen, insgesamt hat sie sich bereits verzehnfacht. „Das letzte Mal, dass ich so ein Tempo gesehen habe, war im 3G-Ära bei Mobilfunkdaten.“ Zhang Peng erklärte aus Sicht eines Modellherstellers die jüngste Preiserhöhung des Zhipu GLM5 Turbo: Bei Agenten handelt es sich nicht mehr nur um Frage-Antwort-Interaktionen; die Token-Menge, die zur Erfüllung einer Aufgabe benötigt wird, kann das Zehn- oder sogar Hundertfache der Antwort auf einfache Fragen betragen. Dahinter stecken langfristige Aufgabenplanung, kontinuierliches Debugging und multimodale Informationsverarbeitung. „Langfristiger Preiskampf ist schädlich für die Entwicklung der gesamten Branche.“

Fuli ist der Meinung, dass die Kernengpässe im Zeitalter der Agenten die Kosten und die Geschwindigkeit der Schlussfolgerungen bei langen Kontexten sind. Nur wenn es gelingt, bei Kontextgrößen von Millionen bis zu Zehntausenden von Token die Kosten niedrig und die Geschwindigkeit hoch zu halten, können wirklich produktive Aufgaben an das Modell delegiert werden. Sie verriet, dass das „Selbst-Evolutionieren“ von Modellen bereits von Konzepten in die Praxis übergegangen ist. Bei klar definierten wissenschaftlichen Forschungsaufgaben können die Modelle autonom zwei bis drei Tage laufen, wodurch die Effizienz des Teams sich fast verzehnfacht hat. Sie stellte auch eine Frage: Die Nachfrage nach Schlussfolgerungen ist in letzter Zeit um das Zehnfache gestiegen. Wird das Gesamtwachstum der Token in diesem Jahr auf das Hundertfache ansteigen?

Huang Chao analysierte auf der Ebene der Agenten-Anwendungen drei technische Engpässe: unzureichende Planungskapazitäten bei langen Aufgaben, der durch die Zusammenarbeit mehrerer Agenten verursachte Speicher-Expansionsdruck sowie Risiken durch minderwertige Tools und bösartige Injektionen im Skill-Ökosystem. Er wies darauf hin, dass das bestehende Speicher-Management noch immer auf Dateisystemen und Markdown-Formaten basiert. Zukünftig sei eine mehrschichtige Architektur notwendig.

Am Ende des Roundtables fassten die vier Gäste die Trends für die nächsten 12 Monate jeweils mit einem Wort zusammen:

  1. Huang Chao: „Ökosystem“ – Software werde sich vom Menschen-Design hin zu Agenten-nativer Gestaltung entwickeln
  2. Luo Fuli: „Selbst-Evolution“ – das sei der „einzige Ort, an dem Neues geschaffen werden kann“
  3. Xia Lixue: „Nachhaltige Token“ – China solle zur weltweiten Token-Fabrik werden
  4. Zhang Peng: „Rechenleistung“ – hinter dem Zehnfach-Wachstum stehe noch eine hundertfache Nachfrage, die nicht erfüllt sei
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