US-Bankenprognose: Die US-Notenbank (Fed) hebt die Zinsen in diesem Jahr um 3 Mal an und senkt sie erst 2028.

美銀預測聯準會升息

Die Bank of America (BoA) erwartet am 22. Juni unter der Leitung des neu ernannten Vorsitzenden Kevin Warsh, dass die US-Notenbank (Fed) in diesem Jahr die Zinsen dreimal anhebt, insgesamt um 75 Basispunkte (jeweils 25 Basispunkte); im Jahr 2027 sollen die Zinsen unverändert bleiben, und erst 2028 ist mit Zinssenkungen zu rechnen. Das steht im starken Kontrast zu der Sichtweise der Bank ein paar Tage zuvor: Damals waren ihre Volkswirte davon ausgegangen, dass die Fed zunächst stillhalten würde.

BoA Aditya Bhave: Kern-PCE dürfte jährlich um 3,5% steigen; in diesem Jahr +75 Basispunkte

Laut einer Analyse des BoA-Ökonomen Aditya Bhave sind die Hauptgründe für diese Prognose-Änderung wie folgt:

· Der Kern-PCE (der Inflationsindikator, auf den die Fed am stärksten achtet) soll in diesem Jahr um 3,5% gegenüber dem Vorjahr wachsen;

· Die dämpfende Wirkung von Mieten und Wohnkosten auf die Inflation wird demnächst enden;

· Die Preise für andere Kern-Dienstleistungen sind zäh; das bedeutet, dass in den meisten Bereichen die Preise eher stabil bleiben statt zu fallen.

Die BoA hält eine Zinserhöhung im Juli für möglich, erwartet jedoch, dass die Fed deutlich eher die Sommerdaten abwarten und erst dann handeln wird – möglicherweise auch erst nach der Präsidentenwahl bzw. den Wahlen im November. Bhave schließt zudem nicht aus, dass die Zinserhöhung mehr als 75 Basispunkte betragen könnte.

CME FedWatch: Zinserhöhung im September möglich, Chance für weitere Anhebung im Dezember liegt über 50%

Laut Daten aus dem FedWatch-Tool der Chicago Mercantile Exchange (CME) gehen Marktteilnehmer nach Warshs erstem FOMC-Treffen mittlerweile weitgehend davon aus, dass die Fed in diesem Jahr mindestens einmal anheben wird. Der September gilt als wahrscheinlichster Monat für eine Zinserhöhung, und auch für den Dezember liegt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Anhebung bei über 50%. Bei Warshs erstem FOMC-Treffen wurde „Preis-Stabilität“ rund zwölfmal erwähnt, was dazu führte, dass Händler mindestens eine Zinserhöhung in die Erwartungen für dieses Jahr einpreisten.

Deutsche Bank: Warshs Politik sorgt für „Rückschritt“ bei der Transparenzreform seit der globalen Finanzkrise

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank für die USA, Matthew Luzzetti, sagte: „Das ist eine bedeutende Kurskorrektur in der Arbeitsweise der Fed seit der globalen Finanzkrise.“ Er betont, dass die Fed über viele Jahre hinweg zunehmend mehr Orientierung gegeben, die Kommunikation verstärkt und die Transparenz verbessert habe – Warsh hingegen lasse „all das nun zurückdrehen“.

Warsh erklärte, dass eine Arbeitsgruppe die vierteljährlichen Konjunkturprognosen der Fed (SEP) prüfen und neue Instrumente untersuchen werde, darunter auch Pressekonferenzen. Zuvor hatte Warsh bei seinem ersten FOMC-Treffen entschieden, keine Punktdiagramm-Prognosen (Punktdiagramm) vorzulegen, und die politische Erklärung von mehr als 340 Wörtern auf etwa 130 Wörter gekürzt.

Häufige Fragen

Warum hat die Bank of America ihre Prognose für die Fed geändert?

Laut Berichten rührt die Prognose-Änderung der BoA unmittelbar von den hawkischen Signalen nach Warshs erstem FOMC-Treffen her sowie von einer Verschlechterung der Erwartungen bei der Kern-PCE-Inflation. BoA-Ökonom Aditya Bhave sagt, das Inflationsproblem der Fed habe sich verschlechtert; die dämpfende Wirkung von Mieten und Wohnkosten auf die Inflation stehe kurz vor dem Ende, und die Preise für andere Kern-Dienstleistungen seien zäh. Damit sei die zuvor von der BoA angenommene Haltung der Fed, Inflation zu tolerieren, nicht mehr haltbar.

Wie sieht der Zeitplan für die Zinserhöhungsprognose der BoA konkret aus?

Laut der Analyse der BoA ist eine Zinserhöhung im Juli möglich, aber die BoA tendiert dazu, dass die Fed erst nach Veröffentlichung der Sommerdaten handelt. Der CME FedWatch zeigt, dass der September als möglicher Monat für eine Zinserhöhung gilt und die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Anhebung im Dezember bei über 50% liegt. Die aktuelle Basiserwartung der BoA ist, dass die Fed in diesem Jahr dreimal um insgesamt 75 Basispunkte anhebt, 2027 unverändert lässt und erst 2028 mit Zinssenkungen beginnt.

Welche Änderungen hat Warsh an der Kommunikationsmethode der Fed vorgenommen?

Laut den Berichten hat Warsh beim ersten FOMC-Treffen:

  • kein Punktdiagramm (SEP) für Zinsprognosen eingereicht, womit es der einzige fehlende Punkt im Punktdiagramm wurde;
  • die politische Erklärung von mehr als 340 Wörtern auf etwa 130 Wörter gekürzt und damit nahezu alle Vorab-Orientierung entfernt;
  • die Einrichtung einer Arbeitsgruppe angekündigt, die die vierteljährlichen Konjunkturprognosen der Fed prüft.

Die Deutsche Bank bewertet das als eine bedeutende Wende in der Arbeitsweise der Fed seit der globalen Finanzkrise.

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