a16z-Partner sagt offen: „Vibe Code Mythos zerplatzt“: Nicht jede Software ist für KI-Programmierung geeignet

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Der General Partner des Risikokapitalunternehmens Andreessen Horowitz (a16z), Anish Acharya, äußerte sich in der neuesten Folge des Podcasts „20VC“ und erklärte, die Ansicht, dass alle Software mit dem „Vibe Code“ (KI-gestütztes Programmieren) erstellt werden könne, sei „völlig falsch“. Er wies darauf hin, dass Unternehmen KI-Programmierwerkzeuge nicht unkritisch in jeden Geschäftsbereich einsetzen sollten, da dies nur begrenzte Einsparungen bringe und das Systemrisiko möglicherweise verstärke.

Acharya erklärte, dass die Softwarekosten in der Regel nur 8 % bis 12 % der Gesamtkosten eines Unternehmens ausmachen. Selbst bei vollständiger Nutzung von KI-gestütztem Programmieren könnten höchstens etwa 10 % der Softwarekosten eingespart werden, was nur einen geringen Einfluss auf die Gesamtkostenstruktur habe. Wenn solche Werkzeuge in kritischen Geschäftsbereichen wie ERP, Gehaltsabrechnung oder CRM eingesetzt werden, könnten Sicherheits-, Stabilitäts- und Compliance-Probleme zu höheren versteckten Kosten führen.

Er sagte offen, dass die aktuellen generativen Modelle eine starke Innovationskraft besitzen und eher dazu geeignet seien, das Kerngeschäft voranzutreiben, neue Produkte zu entwickeln oder die Betriebseffizienz zu steigern, anstatt „hochentwickelte Unternehmenssoftware-Systeme neu aufzubauen“. Er nannte auch Produkte von Salesforce, Microsoft, Oracle und SAP und meinte, diese Systeme sollten nicht einfach ersetzt werden.

Acharya warnte außerdem, dass der Markt die Erzählung übertreibe, dass KI alles in der Software neu schreiben werde. Diese Erwartung stehe im deutlichen Widerspruch zur Realität. „Es werden sicherlich einige Unternehmen scheitern, aber zu behaupten, die gesamte Softwarebranche werde durch KI ersetzt, ist eine übertriebene Illusion.“

Bemerkenswert ist, dass seine Äußerungen nach einer erheblichen Korrektur bei Tech-Aktien kamen. Zuvor hatte Anthropic ein KI-Tool für die Rechtsbranche vorgestellt, was bei Investoren Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf traditionelle Softwaremodelle auslöste und die entsprechenden Sektoren belastete.

In Bezug auf den langfristigen Wert von KI teilen Acharya und der bekannte Investor Vinod Khosla die Ansicht, dass man nicht nur auf die Schwankungen des Aktienkurses schauen sollte. Khosla hatte gesagt, dass solange die API-Aufrufzahlen hoch bleiben, die tatsächliche Nachfrage weiterhin besteht, und daher die sogenannte „KI-Blase“ nicht existiert.

Diese Diskussion über die Grenzen von Vibe Code und KI-Programmierung gilt auch als wichtiger Indikator für die technologische Ausrichtung von Unternehmen im Jahr 2026.

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