Citi hat im Juni eine blockchain-basierte Plattform für Pre-IPO-Aktien gestartet, die darauf abzielt, wie wohlhabende Kunden Anteile an privaten Unternehmen handeln können, ohne die Cap Tables dem breiteren Markt auszusetzen. Dies geschieht durch den Aufbau eines geschlossenen Systems, das nur für berechtigte Parteien sichtbar ist. Marc Boiron, CEO von Polygon Labs, argumentiert, dass dieses Design Liquidität gegen Privatsphäre eintauscht, und sagte gegenüber FinanceFeeds, dass die Einsperrung von Aktien in einem privaten System die Käufer auf die wenigen beschränkt, die sich bereits darin befinden. Die Kritik zielt auf die zentrale Spannung in tokenisierten Privatmärkten ab, wo ein diese Woche hervorgehobener Bericht zeigt, dass der Markt für tokenisierte reale Vermögenswerte bei rund 60 Milliarden US-Dollar liegt, während 32,9 Milliarden US-Dollar, verteilt auf 910 Vermögenswerte, keine wöchentliche Transferaktivität verzeichneten.
Boirons Argument beruht darauf, die Privatsphäre als kryptografisches Problem von der Netzwerkgestaltung zu trennen. Er erklärt, dass Zero-Knowledge-Beweise es einer Regulierungsbehörde oder einem Gegenpart ermöglichen können, zu überprüfen, ob eine Transaktion gültig ist und ein Käufer qualifiziert ist, ohne die Vertragsbedingungen zu sehen, während die Berechtigung auf Vermögensebene durchgesetzt wird, sodass es nur in Wallets abgerechnet wird, die die Bedingungen des Emittenten erfüllen. Beides funktioniert auf offenen Netzwerken, sagt er, was bedeutet, dass eine Bank die Vertraulichkeit wahren kann, ohne das Vermögenswert in ihrem eigenen Ledger zu stranden.
Die Unterscheidung ist wichtig, da der Vermögenswert in geschlossenen Systemen im Ledger einer einzelnen Institution liegt und Vertraulichkeit eher ein Nebenprodukt von Mauern als ein Gestaltungsmerkmal ist. Dies führt dazu, dass vollständig berechtigte Käufer nicht auf den Vermögenswert zugreifen können, es sei denn, sie sind bereits Kunden der Bank, die ihn hält. Boiron stellt klar, dass das rechtlich berechtigte Universum für ein privates Wertpapier sich nicht ändert – die Käufer bleiben akkreditierte oder qualifizierte Investoren oder berechtigte Nicht-US-Investoren gemäß den entsprechenden Ausnahmen.
Laut dem Bericht entfallen lediglich 62 Vermögenswerte auf 88 % des Wertes des tokenisierten Marktes. David Taylor, Mitbegründer und CEO des Tokenisierungsunternehmens EtherFuse, bezeichnete den Sektor in dem von Forbes zitierten Bericht eher als „Warteraum“ denn als Markt.
Boiron räumt ein, dass das Wertpapierrecht die Grenze setzt und On-Chain gilt. In einer Erklärung vom Januar bestätigten US-Regulierungsbehörden, dass ein Wertpapier nach der Tokenisierung ein Wertpapier bleibt, mit denselben Übertragungsbeschränkungen und Berechtigungsregeln. „Jeder, der Ihnen sagt, dass die Technologie erweitert, wer legal eine private Aktie kaufen kann, verkauft etwas“, sagte er.
Was sich ändert, sind Vertrieb, Kosten und Abwicklung nach der Berechtigung. Ein isolierter Vermögenswert wird niemals notiert, da Market Maker kein Kapital für etwas bereitstellen, das sie nicht von einem einzigen Ort wegbewegen können, argumentiert er. Er verweist auf tokenisierte institutionelle Fonds wie BlackRocks BUIDL, die über öffentliche Netzwerke einschließlich Polygon abgerechnet und bewegt werden, als Beleg dafür, dass ein reguliertes Produkt auf offenen Schienen operieren kann, ohne die Compliance aufzugeben.
Boiron bestreitet nicht, dass die Kontrolle von Citi über KYC, Compliance und Zustimmung des Emittenten das ist, was Kunden und Aufsichtsbehörden einer regulierten Bank erwarten, und bezeichnet dies als „verantwortungsvoll“ und nicht als „hinterherhinkend“. Ein geschlossenes System sei die richtige Entscheidung, wenn ein Produkt als erstes auf den Markt kommt und absolute regulatorische Sicherheit benötigt, räumt er ein.
Citi hat erklärt, dass andere Institutionen an die Plattform angeschlossen werden sollen, was den Käuferpool im Laufe der Zeit vertiefen würde. Die offene Frage ist, ob dies verwirklicht wird oder ob jede Bank ihr eigenes Gehege baut. Für Boiron, dessen Polygon-Netzwerk ein direktes Interesse daran hat, dass Banken öffentliche Schienen wählen, besteht das Risiko darin, geschlossen zu bleiben, sobald die Werkzeuge, um offen und compliant zu sein, bereits existieren.
Was hat Citi im Juni gestartet? Citi hat im Juni eine blockchain-basierte Plattform für Pre-IPO-Aktien gestartet, die es wohlhabenden Kunden ermöglicht, Anteile an privaten Unternehmen über ein geschlossenes System zu handeln, das nur für berechtigte Parteien sichtbar ist.
Warum kritisiert Marc Boiron das Plattformdesign von Citi? Marc Boiron argumentiert, dass das geschlossene System Liquidität gegen Privatsphäre eintauscht, indem es Aktien in einem privaten System einsperrt und die Käufer auf die wenigen beschränkt, die sich bereits darin befinden, während Zero-Knowledge-Beweise und programmierbare Berechtigung Vertraulichkeit in offenen Netzwerken bieten könnten.
Was haben US-Regulierungsbehörden im Januar über tokenisierte Wertpapiere bestätigt? In einer Erklärung vom Januar bestätigten US-Regulierungsbehörden, dass ein Wertpapier nach der Tokenisierung ein Wertpapier bleibt, mit denselben Übertragungsbeschränkungen und Berechtigungsregeln.
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