Gate News-Meldung, 25. April — Das US-Justizministerium hat seine strafrechtliche Untersuchung gegen den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, fallen lassen und damit ein wichtiges Hindernis für die Bestätigung von Kevin Warsh als künftigem Fed-Vorsitzenden im Senat beseitigt. Am Freitag (24. April) gab der US-Staatsanwalt für den Bezirk von Columbia Jeanine Pirro die Schließung der Untersuchung bekannt, die in diesem Jahr zuvor aufgrund von Vorwürfen wegen falscher Angaben zu Renovierungsarbeiten am Hauptsitz der Federal Reserve eingeleitet worden war.
Warsh, der Dutzende von Krypto-Investitionen hält, darunter Beteiligungen an dYdX und Dapper Labs, hatte bei seiner Anhörung zur Nominierung nur wenige Tage vor der Bekanntgabe des DOJ vor dem Senatsausschuss für das Bankwesen ausgesagt. Als er danach gefragt wurde, welche Rolle digitale Vermögenswerte in der Finanzindustrie spielen, erklärte Warsh, dass Kryptowährungen „bereits Teil des Gefüges unserer Finanzdienstleistungsbranche in den Vereinigten Staaten“ seien, was auf eine deutlich kryptofreundlichere Haltung bei der Zentralbank hindeutete.
Die Zeit ist besonders bedeutsam für Sen. Thom Tillis (R-N.C.), ein Schlüsselmitglied des Senatsausschusses für das Bankwesen, dessen Stimme für Warshs Bestätigung entscheidend ist. Während der Anhörung hatte Tillis die Beendigung der Untersuchung gefordert und erklärt, er könne Warshs Nominierung nicht unterstützen, solange die Ermittlungen nicht eingestellt seien. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass die Freigabe von Warshs Bestätigung die Umsetzung anhängiger Krypto-Gesetzgebung beschleunigen könnte, einschließlich des Clarity Act, der seit über einem Jahr im Ausschuss feststeckt.