Ethereum droht im Q4 ein Abverkauf vor der Erholung.

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  • Ethereum handelt unter wichtigen Fibonacci-Niveaus, der Druck bleibt jedoch in die zweite Jahreshälfte 2026 hinein bestehen.

  • Anhaltend negative Funding-Raten deuten darauf hin, dass die bärische Positionierung an den Ethereum-Derivatemärkten weiterhin erhöht ist.

  • Historische Ethereum-Zyklusmuster deuten weiterhin auf ein mögliches Kapitulationsereignis vor einer Marktstabilisierung hin.

Der Ethereum-Preis bleibt unter Druck, da technische und derivative Indikatoren weiterhin auf die Möglichkeit einer finalen Kapitulationsphase hindeuten, bevor der breitere Kryptowährungsmarkt einen längerfristigen Boden bildet.

Ethereum-Zyklusstruktur ähnelt weiterhin früheren Bärenmärkten

Jüngste Marktanalysen haben die Aufmerksamkeit wieder auf die langfristige Preisstruktur von Ethereum gelenkt. Marktteilnehmer vergleichen den aktuellen Zyklus weiterhin mit der Korrektur von 2021-2022. Die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Perioden sind nach wie vor bemerkenswert.

Der erfahrene Händler Matthew Dixon erklärte kürzlich auf X, dass Ethereum möglicherweise eine letzte Auswaschung bevorsteht. Seiner Analyse zufolge bleibt eine Bewegung zur 100% Fibonacci-Erweiterung möglich. Ein solcher Rückgang könnte mit einem größeren Marktboden im vierten Quartal zusammenfallen”, sagte er.

Quelle: X

Ethereum erreichte tatsächlich ein Hoch von knapp 4.900 US-Dollar, bevor der nächste große Bärenmarkt begann. Dieser Zyklus endete schließlich nahe der 100% Fibonacci-Erweiterungszone. Der endgültige Rückgang erschöpfte die bullische Positionierung und etablierte einen dauerhaften Marktboden.

Der laufende Zyklus scheint eine ähnliche Entwicklung zu nehmen. Ethereum erreichte eine Höhe von fast 4.970 US-Dollar und begann dann eine lange Korrektur. Es gelang ihm nicht, sich immer wieder in der Nähe wichtiger Retracement-Niveaus zu erholen.

Technische Indikatoren stützen weiterhin eine defensive Aussicht

Ethereum handelte zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels nach einigen volatilen Kursbewegungen bei 1.580 US-Dollar. Allerdings drückten die Käufer vorübergehend über die Widerstandsregion von 1.600 US-Dollar.

Die Ablehnung nahe 1.605 US-Dollar verstärkte die vorherrschende Marktschwäche. Verkäufer erlangten daraufhin die Kontrolle zurück und drückten die Kurse nach unten. Ethereum stabilisierte sich später nahe der Unterstützungszone von 1.565 US-Dollar.

Der Wochenchart zeigt weiterhin eine Serie von tieferen Hochs. Die absteigende Trendlinie vom Zyklushoch bleibt intakt. Solange diese Trendlinie nicht durchbrochen wird, bleibt der übergeordnete Trend korrektiv.

Auch die wöchentlichen RSI-Werte sind wieder in den überverkauften Bereich eingetreten. Ähnliche Bedingungen traten während früherer Markttiefs auf. Allerdings identifizieren überverkaufte Messwerte allein selten präzise Umkehrpunkte.

Derivative Positionierung spiegelt anhaltende Marktvorsicht wider

CoinGlass-Daten zeigen weiterhin eine erhebliche bärische Positionierung an den Ethereum-Derivatemärkten. Die Funding-Raten blieben während der vorherigen Rallye von Ethereum stark positiv. Händler häuften aggressiv gehebelte Long-Positionen an.

Die Marktbedingungen änderten sich nach der Preisumkehr von Ethereum erheblich. Negative Funding-Spitzen traten während Phasen beschleunigter Verkäufe auf. Die Ereignisse deuteten auf eine umfassende Deleveraging-Aktivität hin.

Während eines Großteils der Jahre 2025 und 2026 hielten negative Funding-Raten an. Händler positionierten sich weiterhin für zusätzliche Abwärtsbewegungen. Die Überzeugung auf der Short-Seite blieb an den Perpetual-Futures-Märkten erhöht.

Aktuelle Funding-Daten zeigten eine leichte Verbesserung. In den letzten Wochen sind allmählich wieder positive Funding-Perioden zurückgekehrt. Allerdings liegt die Hebelauslastung weiterhin deutlich unter den früheren Zyklushochs.

Dixons allgemeine These legt nahe, dass extremer Pessimismus oft großen Erholungen vorausgeht. Sollte Ethereum seine prognostizierte Erweiterungszone erneut besuchen, könnten die Marktbedingungen möglicherweise die Grundlage für einen zukünftigen Erholungszyklus schaffen.

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