Epstein-Akten werfen regulatorische Zweifel auf? Experten fordern Ripple auf, die „Hintermänner“ zu verklagen, XRP-Investoren könnten eine Chance auf Wiedergutmachung haben

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Mit der fortgesetzten Offenlegung von Akten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein steigt die Diskussion um Ripple und die US-Börsenaufsicht erneut an. Der XRP-Community-Kommentator „Stellar Rippler“ weist darauf hin, dass Ripple völlig berechtigt sei, im Namen der XRP-Inhaber Klage gegen die Beteiligten einzureichen, die in den frühen regulatorischen Rückschlägen eine Rolle gespielt haben sollen, um die durch politische und öffentliche Meinungsinterventionen verursachten wirtschaftlichen Verluste zu kompensieren.

Laut den veröffentlichten Informationen fragte Epstein am 7. Mai 2018 in einer E-Mail mit der Kennzeichnung „Bitte nicht teilen oder zitieren“ den ehemaligen US-Finanzminister Lawrence Summers nach Gary Gensler und erwähnte, dass letzterer eine Diskussion über digitale Währungen führen wolle. Zwei Jahre später wurde Gensler Vorsitzender der US-Börsenaufsicht. Zugleich hatte Austin Hill, Mitbegründer von Blockstream, öffentlich Ripple und Stellar als „Bedrohung“ bezeichnet und wurde beschuldigt, Epstein sowie Joi Ito, den ehemaligen Direktor des MIT Media Lab, davon abgehalten zu haben, in entsprechende Projekte zu investieren. Einige Beobachter vermuten daher, dass diese frühen Kontakte möglicherweise unbewusst die spätere Durchsetzungspolitik gegenüber Ripple beeinflusst haben.

Stellar Rippler ist der Ansicht, dass jahrelange Rechtsstreitigkeiten Ripple am US-Markt ausgebremst haben, was zu eingefrorener Zusammenarbeit, eingeschränkter XRP-Liquidität sowie enormem Druck auf Unternehmen und Privatanlegern geführt hat. Er betont, dass Privatanleger die größten Verlierer seien, da sie nicht nur den Risiken von Preisschwankungen ausgesetzt sind, sondern auch mit langfristiger rechtlicher Unsicherheit konfrontiert werden. Er sieht diese Situation als Ergebnis von „übermäßiger Regulierung in Kombination mit politischer Opportunität“ und fordert Unternehmen auf, potenzielle Verantwortliche rechtlich zur Rechenschaft zu ziehen.

Allerdings warnen einige Analysten, dass die ursprüngliche Klage gegen Ripple von dem ehemaligen Aufsichtsbeamten Jay Clayton eingereicht wurde und nicht Gensler, der erst nach Beginn des Verfahrens die Initiative ergriff. Dennoch kritisierten Gerichte die Mängel in den Verfahren und der rechtlichen Anwendung durch die Aufsichtsbehörden, was die Kontroverse weiter verschärfte.

Derzeit steigt die Diskussion darüber, ob man die sogenannte „Ursprünge der politischen Intervention“ zurückverfolgen sollte. Einige Branchenexperten sind der Meinung, dass Ripple durch eine entsprechende Aktion möglicherweise neuen rechtlichen Spielraum für XRP-Investoren schaffen könnte; andere weisen jedoch darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen Ripple und der US-Regierung in mehreren Bereichen weiterhin besteht, sodass die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Klage noch ungewiss ist.

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