Der Fed-Chef Warsh streicht die Forward Guidance und übernimmt in seinem ersten Treffen die vage Kommunikationsstrategie von Greenspan

Am 22. Juni, dem Tag, an dem der frühere Vorsitzende der US-Notenbank (Federal Reserve) Alan Greenspan im Alter von 100 Jahren verstarb, veröffentlichte der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh eine vereinfachte geldpolitische Erklärung, in der die Forward Guidance gestrichen wurde – ein Schritt, der seine Bewunderung für Greenspans Ansatz in der Kommunikation der Zentralbank widerspiegelt. Warsh ist der Ansicht, dass die Fed ihre geldpolitischen Absichten in den vergangenen Jahren zu stark erklärt hat und damit den Entscheidungsspielraum einschränkt. Seine Reformen zielen darauf ab, die Markt-Dominanz der Fed zu verringern und es den Märkten zu ermöglichen, auf Wirtschaftsdaten zu reagieren – statt auf Fed-Erklärungen. „Ich möchte ein System etablieren, das diese Scheuklappen beseitigt und es den Märkten erlaubt, Einschätzungen auf Grundlage von Daten vorzunehmen, die sie als zuverlässig erachten, statt sich auf die Kommunikation der Fed zu fixieren“, sagte Warsh auf seiner ersten Pressekonferenz.
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