Die japanische Premierministerin Takaichi Sanae wies am 29. Juni ihre Kabinettsmitglieder an, den industriellen Abbau von Seltenerdmetallen vom Meeresboden nahe Minamitorishima bis zum Haushaltsjahr 2027 voranzutreiben. Die Anweisung erging bei einer Kabinettssitzung zur Meerespolitik und zielt auf eine tägliche Verarbeitungskapazität von 350 Tonnen oder mehr Meeresboden-Tonsediment ab. Die Initiative soll Japans Abhängigkeit von chinesischen Seltenerdlieferungen verringern und wird im Rahmen der umfassenden wirtschaftlichen Sicherheitspolitik der Regierung positioniert.
JAMSTEC sammelt im Februar Seltenerd-Sediment in 5.600 Metern Tiefe
Im Februar sammelte die Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology (JAMSTEC) mit dem Tiefseebohrschiff Chikyu in rund 5.600 Metern Tiefe nahe Minamitorishima erfolgreich seltenerdhaltiges Tonsediment vom Meeresboden. Premierministerin Takaichi erklärte bei dem Treffen, dass die Regierung beabsichtige, die notwendigen Systeme für die Entwicklung aus einer Perspektive der wirtschaftlichen Sicherheit zu etablieren. Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit bleibt jedoch eine aktuelle Herausforderung.
Japan stellt bis zum Haushaltsjahr 2040 3 Billionen Yen für Investitionen in den Meeresbereich bereit
Die japanische Regierung plant, bis zum Haushaltsjahr 2040 gemeinsam mit dem privaten Sektor über 3 Billionen Yen (etwa 591 Milliarden Neue Taiwan-Dollar) in den Meeresbereich zu investieren. Davon werden 900 Milliarden Yen (etwa 177,3 Milliarden Neue Taiwan-Dollar) für die Erschließung von Meeresbodenressourcen wie Seltenerdmetalle und Manganknollen bereitgestellt. Weitere 1,2 Billionen Yen (etwa 236,4 Milliarden Neue Taiwan-Dollar) sollen in unbemannte Meeresfahrzeuge investiert werden, die im Sicherheitsbereich zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Regierung plant, im Haushaltsjahr 2027 mit umfassenden Erkundungen zur Erschließung von Seltenerdmetallen vom Meeresboden nahe Minamitorishima zu beginnen.
Takaichi weist MDA-Systementwicklung und Überarbeitung der Arktis-Politik an
Premierministerin Takaichi ordnete zudem den Aufbau einer Maritime Domain Awareness (MDA) unter Nutzung unbemannter Meeresfahrzeuge und Satelliten an. Sie wies den Minister für Meerespolitik, Akama Jiro, und andere Kabinettsmitglieder an, private Investitionen durch öffentliche Auftragsvergabe anzuziehen, um ein Umfeld zu schaffen, in dem private Unternehmen mit bestimmten Renditen rechnen und bereit sind, aggressivere Anfangsinvestitionen zu tätigen. Bei dem Treffen überreichte Nakanishi Hiroshi, Vorsitzender des Expertenausschusses des Hauptquartiers für Meerespolitik, Premierministerin Takaichi politische Empfehlungen zur Meerespolitik. Takaichi forderte die Regierung außerdem auf, mit der Überarbeitung der Arktis-Grundlagenpolitik zu beginnen, die bis zum Haushaltsjahr 2027 abgeschlossen sein soll.
FAQ
Was hat Japan am 29. Juni zum Seltenerdabbau angekündigt?
Premierministerin Takaichi Sanae wies Kabinettsmitglieder an, den industriellen Abbau von Seltenerdmetallen vom Meeresboden nahe Minamitorishima bis zum Haushaltsjahr 2027 voranzutreiben, mit einer täglichen Verarbeitungskapazität von 350 Tonnen oder mehr Meeresbodensediment, um die Abhängigkeit von chinesischen Seltenerdlieferungen zu verringern.
Wie viel wird Japan bis zum Haushaltsjahr 2040 in die Entwicklung des Meeresbereichs investieren?
Die japanische Regierung plant, bis zum Haushaltsjahr 2040 gemeinsam mit dem privaten Sektor über 3 Billionen Yen in den Meeresbereich zu investieren, darunter 900 Milliarden Yen für die Erschließung von Meeresbodenressourcen wie Seltenerdmetalle und Manganknollen sowie 1,2 Billionen Yen für unbemannte Meeresfahrzeuge.
Wann hat JAMSTEC erfolgreich Seltenerd-Sediment nahe Minamitorishima gesammelt?
Im Februar sammelte das Tiefseebohrschiff Chikyu von JAMSTEC erfolgreich seltenerdhaltiges Tonsediment aus rund 5.600 Metern Tiefe nahe Minamitorishima.