Ausländische Kryptobörsen bieten 150x Hebel auf den KOSPI, während südkoreanische Aufsichtsbehörden an Durchsetzungsgrenzen stoßen

Ausländische Kryptowährungsbörsen haben kürzlich Perpetual-Futures-Produkte eingeführt, die bis zu 150-fache Hebelwirkung auf die KOSPI-Richtung ermöglichen, aber südkoreanische Finanzaufsichtsbehörden stoßen bei der Durchsetzung von Anlegerschutzmaßnahmen an ihre Zuständigkeitsgrenzen. Die Produkte verwenden KORU – einen 3-fach gehebelten KOSPI-ETF, der an der New York Stock Exchange notiert ist – als Basiswert. Branchenanalysten führen die Produkteinführungen auf strukturelle Rückgänge der Kryptowährungshandelsvolumina zurück, was Börsen dazu veranlasst, ihre Einnahmequellen mit bestehender Händlerinfrastruktur zu diversifizieren. Während die Finanzaufsichtsbehörde (Financial Supervisory Service) am 2. inländische virtuelle Vermögenswertbetreiber vor risikoreichen Produkteinführungen warnte, bleiben ausländische Plattformen, die außerhalb der koreanischen Lizenzierungsrahmen operieren, weitgehend außerhalb der direkten regulatorischen Reichweite, sodass Anleger ohne Einzahlungsanforderungen, Margin-Regeln oder Bildungspflichten dastehen, die für inländische Derivate gelten.

Ausländische Börsen führen 150x gehebelte KOSPI-Perpetual-Futures ein

Mehrere ausländische Börsen für virtuelle Vermögenswerte haben kürzlich Perpetual-Futures-Kontrakte auf Basis von KORU eingeführt, die es Händlern ermöglichen, mit einer Hebelwirkung von bis zu 150-fach auf KOSPI-Bewegungen zu setzen, wie Branchenquellen berichten. KORU ist ein 3-fach gehebelter KOSPI-ETF, der an US-Börsen gehandelt wird. Kim Jung-ho, ein Forscher bei Tiger Research, erklärte, dass die Kryptowährungshandelsvolumina strukturell rückläufig seien, was Börsen dazu veranlasse, mit bestehenden Händlerpools und -infrastruktur neue Einnahmequellen zu schaffen. Er merkte an, dass Börseneinnahmen grundsätzlich an Handelsvolumina gekoppelt seien und Perpetual-Futures im Vergleich zum Spot-Handel im Vergleich zu Spot-Märkten einfachere Listungsverfahren und höhere Rentabilität böten. Shim Su-bin, ein leitender Forscher bei Kiwoom Securities, sagte, das Ziel scheine die Nutzerbindung zu sein – wenn Händler auch während Abschwüngen auf dem Kryptomarkt auf Index- und Aktienfutures zugreifen können, sinke ihr Anreiz, die Plattform zu verlassen.

Regulierungsbehörden nennen Zuständigkeits- und Klassifikationsherausforderungen

Inländische Derivate und gehebelte Produkte in Südkorea unterliegen Einzahlungsanforderungen, Anlegerschulungen und Margin-Vorschriften, aber Futures-Produkte ausländischer Kryptobörsen operieren außerhalb dieser Schutzmaßnahmen. Zwangsglattstellungen können bei Preisvolatilität schnell erfolgen, und Anleger haben Schwierigkeiten, innerhalb des koreanischen institutionellen Rahmens Abhilfe zu suchen. FSS-Gouverneur Lee Chan-jin sagte virtuellen Vermögenswertbetreibern am 2., dass risikoreiche Produkteinführungen und Veranstaltungen, die kurzfristige Leistung anstreben, das Nutzervertrauen untergraben. Allerdings haben die Regulierungsbehörden keine klare Haltung zu ausländischen Hebelprodukten abgegeben. Große ausländische Börsen wie Binance und Bybit sind keine direkten regulatorischen Ziele der koreanischen Finanzbehörden. Selbst wenn nicht gemeldete Operationen kleinerer Unternehmen bestätigt werden, bleiben wirksame Maßnahmen über Zugangssperrungsanträge oder Ermittlungsüberweisungen hinaus begrenzt. Auch die rechtliche Einordnung der Produkte ist unklar – während sie strukturell Derivaten ähneln, fehlen Perpetual-Futures die Verfallsdaten und zukünftigen Abrechnungspunkte, die traditionelle Derivate definieren. KORU-Produkte verwenden einen in den USA notierten ETF und nicht den koreanischen Aktienindex selbst als Basiswert, was eine regulatorische Grauzone schafft, die die Anwendung des nationalen Rechts erschwert. Ein Beamter der Finanzaufsichtsbehörde (Financial Supervisory Service) erklärte, dass es sich um neue Produkttypen ohne etablierte globale Regulierungsstandards handele, was es schwierig mache, derzeit eine Regulierungsrichtung festzulegen. Ein anderer Beamter sagte, dass relevante Abteilungen die Produkte prüfen und die regulatorischen Ansätze davon abhängen, wie die Produkteigenschaften interpretiert werden.

Experten empfehlen lokale Lizenzierung oder inländische Alternativen

Experten schlagen vor, große ausländische Börsen in den koreanischen Lizenzierungsrahmen einzubeziehen oder rechtliche inländische Alternativkanäle zu schaffen. Kim Jung-ho merkte an, dass Binance lokale lizenzierte Tochtergesellschaften wie Binance US und Binance Japan betreibt, und Korea könnte eine ähnliche Struktur verlangen, wodurch Anlegerschutzmaßnahmen, die für inländische Hebelprodukte gelten, auf ausländische Betreiber ausgeweitet werden könnten. Er fügte hinzu, dass es vorzuziehen sei, die Nachfrage über lizenzierte inländische Börsen oder Derivatebroker mit sichereren Hebelgrenzen und Anlegerschutz aufzufangen, als den Markt in einem regulatorischen blinden Fleck zu lassen.

FAQ

Welche Hebelwirkung bieten ausländische Kryptobörsen auf den KOSPI? Ausländische Kryptowährungsbörsen haben kürzlich Perpetual-Futures-Produkte auf Basis von KORU eingeführt, einem 3-fach gehebelten KOSPI-ETF, der an der New York Stock Exchange (NYSE) notiert ist, und ermöglichen Händlern, eine bis zu 150-fache Hebelwirkung auf KOSPI-Richtungswetten anzuwenden.

Warum können koreanische Regulierungsbehörden diese ausländischen Produkte nicht regulieren? Große ausländische Börsen wie Binance und Bybit operieren außerhalb der südkoreanischen Lizenzierungsrahmen und sind keine direkten regulatorischen Ziele der koreanischen Finanzbehörden. Die Produkte verwenden zudem einen in den USA notierten ETF als Basiswert anstelle des koreanischen Aktienindex selbst, was Zuständigkeits- und rechtliche Klassifikationsherausforderungen schafft, die die Anwendung des nationalen Rechts erschweren.

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